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Durch exzessive Smartphone-Nutzung fühlen wir uns anderen nicht unbedingt näher.

Durch das Smartphone sind wir ständig in Kontakt. Doch das trägt nicht immer dazu bei, dass wir uns anderen näher fühlen.
© zinkevych - Fotolia.com

Mo. 22. August 2016

Macht das Smartphone einsam?

In der Bahn, beim Arzt im Wartezimmer oder an der Kasse im Supermarkt: Überall sieht man Menschen auf ihrem Smartphone tippen. Man sollte meinen, dass wir uns Freunden und Familie durch die ständige Kommunikation näher fühlen. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass offenbar das Gegenteil der Fall ist – zumindest bei exzessiver Nutzung.

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Das Smartphone trägt nicht unbedingt dazu bei, dass wir uns unseren Liebsten näher fühlen. Das zeigt eine neue Studie, für die Forscher des Kent State's College in den USA die Nutzungsgewohnheiten von fast 500 Studierenden zwischen 18 und 29 Jahren untersucht hatten. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob sich die Teilnehmer durch das Texten und Telefonieren ihren Eltern und Freunden näher fühlen. Ein Augenmerk lag dabei darauf, wie sich exzessive Smartphone-Nutzung – zum Beispiel auch während dem Autofahren oder mitten in der Nacht, auf die Gefühle auswirkt. Es zeigte sich: Anders, als man vermuten könnte, verschlechterte sich bei Männern und Frauen durch den übermäßigen Handygebrauch das Gefühl von emotionaler Nähe zu Familie und Freunden.

Im Hinblick auf das normale Nutzungsverhalten gab es zwischen Männern und Frauen jedoch große Unterschiede. Weibliche Studienteilnehmer fühlten sich ihrer Familie durch Telefonanrufe besonders nah, bei der Beziehung zu ihren Freunden galt dies für das Schreiben und Erhalten von Textnachrichten. Bei Männern hatten weder tägliche Anrufe noch Textnachrichten einen Einfluss darauf, ob sie sich Familie und Freunden nah fühlten. Das Smartphone scheint für Frauen also von größerer sozialer Bedeutung zu sein als für Männer, so die Wissenschaftler. Zudem zeigt die Studie, dass Frauen ihr Handy deutlich intensiver nutzen: Bei weiblichen Teilnehmern waren es etwa 365 Minuten pro Tag, sie verschickten und erhielten dabei etwa 265 Textnachrichten und machten durchschnittlich 6 Anrufe. Männer nutzten ihr Smartphone hingegen nur 287 Minuten, versendeten und erhielten 190 Nachrichten und telefonierten ebenfalls sechs Mal pro Tag.

NK

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