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So lecker alles aussieht - Nahrungsmittel-Allergiker müssen bei einem reichhaltig gedeckten Tisch immer aufpassen.

So lecker alles aussieht - Nahrungsmittel-Allergiker müssen bei einem reichhaltig gedeckten Tisch immer aufpassen.
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Mi. 12. Oktober 2016

Nahrungsmittel: Kind allergisch, Eltern auch?

Bei einer Allergie fragen Ärzte oft nach der familiären Vorgeschichte. Denn haben Eltern eine Allergie, ist die Gefahr größer, dass auch die Kinder eine Allergie entwickeln. Allerdings bedeutet das nicht, dass Eltern von Kindern mit einer Nahrungsmittelallergie, auf jeden Fall selbst eine haben – auch wenn sie das offenbar oft denken.

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Immerhin 13,7 Prozent der Eltern aller Kinder mit Nahrungsmittel-Allergien sind überzeugt davon, selbst allergisch zu reagieren. Das berichten Dr. Melanie Makhija, Assistant Professor of Allergy and Immunology an der Northwestern University Feinberg School of Medicine, USA, und Kollegen. Zwar haben Eltern allergischer Kindern häufiger positive Allergietests auf Nahrungsmittel als die Allgemeinbevölkerung. Doch sei von den knapp 2.500 von ihnen untersuchten Eltern tatsächlich nur etwa ein Viertel positiv getestet worden, so Makhija. Sie vermutet, "dass die Personen entweder noch nicht getestet wurden und eine Allergie aufgrund einer vorherigen Reaktion nur annehmen, oder sie sind nicht richtig getestet worden und haben gar keine Allergie." Im Hinblick darauf betont sie, dass Allergietests wie Blut- und Pricktest bei Nahrungsmittel-Allergien nicht immer verlässlich seien. Falsch positive Ergebnisse seien nicht selten, so Makhija. Interessant war zudem, dass von jenen, die von sich behaupteten, nicht auf Nahrungsmittel allergisch zu sein, 14 Prozent positiv auf Nahrungsmittel wie etwa Erdnüsse oder Sesam getestet worden waren.

Obwohl die Forscher jedoch zeigen konnten, dass positive Testergebnisse bei Eltern, deren Kinder eine Nahrungsmittel-Allergie hatten, häufiger auftraten, waren die tatsächlichen Antikörper-Mengen im Blut für diese Lebensmittel nur gering. Leicht positive Allergietests seien häufig falsch positive, so die Forscher. Hauttests können auf eine Sensibilisierung hindeuten, doch dass man auf ein Allergen sensibel reagiert, muss noch nicht bedeuten, dass man auch allergisch darauf ist.

HH

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