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Kopfbälle können dem Gehirn schaden.

Forscher haben untersucht, wie sich Kopfbälle auf die Gehirnfunktion auswirken.
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Mi. 26. Oktober 2016

Schaden Kopfbälle dem Gehirn?

Beim Fußball ist er nicht wegzudenken: der Kopfball. Je härter der Schuss, desto schmerzhafter ist es, einen Ball mit dem Kopf abzuwehren. Doch welche Folgen hat diese Disziplin für das Gehirn? Dieser Frage sind Forscher der University of Stirling nachgegangen. Ihre Ergebnisse sind aktuell im Fachblatt "EBioMedicine" nachzulesen.

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Die schottischen Wissenschaftler kamen dabei zu dem Ergebnis, dass Kopfbälle tatsächlich einen kleinen, aber doch signifikanten Einfluss auf die Hirnfunktion haben – und zwar bereits direkt nach dem Köpfen. Für die Studie köpfte eine Fußballmannschaft 20 Bälle, die von einer Ballmaschine abgefeuert wurden. Vor und nach der Übung testeten die Forscher die Hirnfunktionen und das Gedächtnis der Spieler. Schon nach einer einzigen Runde zeigten sich Veränderungen im Gehirn: Die Spieler schnitten beim Gedächtnistest zwischen 41 und 67 Prozent schlechter ab als vor dem Köpfen.

Zwar normalisierte sich diese Veränderung innerhalb von 24 Stunden wieder, dennoch müsse man davon ausgehen, dass Kopfbälle auch langfristige Auswirkungen auf das Gehirn haben, so die Forscher. Vor allem, da diese Praxis immer und immer wieder geübt werde. "Eine große Zahl von Menschen spielt weltweit Fußball. Daher ist es wichtig, sich bewusst zu machen, was dabei im Gehirn passiert und welche langfristigen Folgen dies haben könnte", sagt Studienautorin Dr. Magdalena Ietswaart. So beschäftigten sich derzeit einige Wissenschaftler mit der Frage, ob Kopfbälle im Fußball mit ernsten Hirnschädigungen und einem erhöhten Risiko für Demenz in Verbindung stehen könnten.

NK

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