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Mann mit Ziege

Wer oft mit Ziegen Kontakt hat, erhöht sein Risiko für eine bestimmte Art von Lungenkrebs.
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Mo. 26. September 2011

Ziegen können das Risiko für seltenen Lungenkrebs erhöhen

Wenn Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken, denken die meisten zunächst an Passivrauch als Ursache. Doch auch Menschen, die häufig mit Ziegen in Kontakt kommen, besitzen ein erhöhtes Risiko, an einer speziellen Form des Lungenkrebses zu erkranken. Dies ergab eine französische Untersuchung. Es handelt sich dabei um das sogenannte bronchioloalveoläre Karzinom. Diese Sonderform macht ungefähr ein bis neun Prozent der untersuchten Bronchialkarzinome aus.

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Im Gegensatz zu anderen Lungenkrebsarten ist hierbei nur selten Tabakrauch der Auslöser. Auf der Suche nach anderen Ursachen sind französische Wissenschaftler auf Ähnlichkeiten zwischen dieser Krebserkrankung und einer Virusinfektion gestoßen, die Wucherungen in den Lungen von Schafen verursacht. Sie untersuchten daraufhin, ob sich Menschen, die häufig mit Schafen oder Ziegen in Kontakt kommen, mit diesem Virus infiziert haben könnten und ob dies das Risiko für diese Krebsart der Lunge erhöht.

Die Wissenschaftler befragten dazu 44 Patienten mit diesem Tumor und 132 gesunde Kontrollpersonen nach verschiedenen Risikofaktoren, zum Beispiel nach deren Rauchgewohnheiten, vorangegangen Krebserkrankungen sowie dem Kontakt zu Ziegen. Dabei zeigte sich, dass Personen, die beruflich mit diesen Tieren zu tun hatten, fünf Mal häufiger an einem bronchioloalveolären Karzinom erkrankten als an einer anderen Lungenkrebsart. Die Untersuchung zeigte außerdem, dass besonders häufig Frauen erkrankten sowie Personen, die noch nie geraucht hatten, und Personen, die zuvor noch nie an Krebs erkrankt waren. Es seien weitere Untersuchungen notwendig, um auch andere möglicher Auslöser zu überprüfen, sagte Dr. Nicolas Girard vom Louis Pradel Hospital in Lyon, Frankreich.

MP

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