Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Musikalische Kinder lesen besser

Aktuelles

Mädchen am Klavier

Da Musik und Lesen über ähnliche Mechanismen im Gehirn verarbeitet werden, könnte musikalisches Training die Lesefähigkeit verbessern.
© jeecis - Fotolia

Di. 18. Oktober 2011

Musikalisches Training kann Leseschwächen verbessern

Musikalisches Talent fördert das Wortverständnis und die Lesefähigkeit bei Kindern. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Fachblatt Behavioral and Brain Functions erschienen ist. Demnach ist die unterschiedlich ausgeprägte musikalische Begabung für bis zu 40 Prozent der Unterschiede in der Lesefähigkeit von Kindern verantwortlich.

Anzeige

Forscher der Northwestern University in Evanston, USA, untersuchten, wie gut Kinder lesen konnten und verglichen die Ergebnisse mit ihrem musikalischen Gespür und ihrem Hörgedächtnis, wobei die Kinder beispielsweise eine Reihe von Zahlen behalten und in umgekehrter Reihenfolge rückwärts wiedergeben mussten. Zeitgleich erfassten die Wissenschaftler die Hirnaktivität als Antwort auf rhythmische oder zufällige Geräusche.

Das Ergebnis: Kinder, die Leseschwierigkeiten hatten, zeigten im Vergleich zu guten Lesern eine verringerte Hirnaktivität bei rhythmischen Geräuschen. Die Lesefähigkeit hing dabei auch mit der Musikalität zusammen. Insgesamt sind den Forschern zufolge die Musikalität und das Hörgedächtnis zusammen für bis zu 40 Prozent der Unterschiede in der Lesefähigkeit bei Kindern verantwortlich. Dies sei ein Zeichen dafür, dass Musik und Lesen über ähnliche Mechanismen im Gehirn verarbeitet werden. Daher könne auch musikalisches Training die Lesefähigkeit verbessern.

KK

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schützt Sonnenlicht vor Kurzsichtigkeit?

UV-B-Strahlung hat offenbar eine positive Wirkung auf die Sehkraft.

Schnabeltier-Gift zur Diabetes-Therapie?

Im Gift der Tiere ist ein Hormon enthalten, Diabetikern helfen könnte.

Frauen und Männer sehen unterschiedlich

Gesichter nehmen Frauen anders wahr als Männer, wie eine neue Studie zeigt.

Zahl der Viren ist viel größer als gedacht

Das geht aus einer Studie mit Spinnen, Käfern und anderen Insekten hervor.

Wer kreativ ist, fühlt sich besser

Malen, Stricken, Verse dichten, Musizieren - all das steigert das Wohlbefinden.

Bei Nies-Attacken die Mitmenschen schützen

US-Forscher stellten drei verschiedene Methoden auf dem Prüfstand.

Macho-Männer sind eher depressiv

Einige männliche Eigenschaften schaden der Psyche offenbar besonders.

Kurkuma: Ähnliche Wirkung wie Kortison

Ein Stoff, der in dem Gewürz enthalten ist, wirkt entzündungshemmend.

Späte Mutterschaft hält geistig fit

Das Gehirn profitiert, wenn eine Frau nach dem 35. Lebensjahr schwanger wird.

Forscher entdecken Struwwelpeter-Gene

Betroffene haben sehr krause und störrische Haare, die sich nicht bändigen lassen.

Flughafen-WC: Hier steigen Keime um

Häufig reisen multiresistente Bakterien als blinde Passagiere mit.

Was das Handy über den Besitzer verrät

Lebensstil, Vorlieben, Krankheiten: Das Handy offenbart einiges über den Nutzer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen