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Was kann man noch gegen chronische Darmentzündungen tun?

Auch durch die Ernährung und die Psychotherapie können chronische Darmentzündungen beeinflusst werden.

Wann ist eine Diät sinnvoll?

Ein Einfluss ernährungstherapeutischer Maßnahmen auf die Entzündungsaktivität bei chronischen Darmentzündungen ist nicht belegt. Eine spezielle Diät für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gibt es daher nicht. Für die Ernährung gilt der Grundsatz, dass jeder Betroffene selbst herausfinden sollte, was ihm bekommt.

Neben einer ausgewogenen, ballaststoffreichen Ernährung sollen Speisen gemieden werden, die Unverträglichkeiten auslösen können, z.B. fettes Essen, blähende Speisen.

Allerdings kann es durch die Erkrankung, insbesondere bei Morbus Crohn, zu Mangelernährungszuständen und Komplikationen kommen, bei denen eine besondere Ernährungstherapie angezeigt ist.

  • Wenig Ballaststoffe bei Vorliegen von Darmverengungen (Stenosen).
  • Kalorienreiche Nahrung mit leicht verdaulichem Eiweiß ("Astronautennahrung") bei Mangelernährung oder zur Entlastung des Darmes in der akuten Krankheitsphase.
  • Ernährung über Infusionen (parenterale Ernährung) bei drohendem Darmverschluß oder sehr schwerem Krankheitsverlauf.

Wann ist eine Psychotherapie sinnvoll?

Arzt und Patient müssen zusammen entscheiden, ob in der individuellen Situation eine psychotherapeutische Therapie sinnvoll ist. Eine psychotherapeutische Maßnahme kann z.B. angezeigt sein bei mangelnder Krankheitsverarbeitung, partnerschaftlichen oder familiären Konflikten, Belastungssituationen am Arbeitsplatz oder in der Schule oder gleichzeitig vorliegenden depressiven Störungen oder Angst.

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Letzte Änderung: 24.03.2003