 |
Was sind chronische Darmentzündungen?
Der Begriff 'chronisch entzündliche Darmerkrankungen' (CED) ist der Colitis ulcerosa und dem Morbus Crohn vorbehalten. Beide Erkrankungen sind anhaltende (chronische) Entzündungen des Verdauungstraktes mit in der Regel lebenslangem Verlauf. Die Ursache chronischer Darmentzündungen ist bis heute nicht eindeutig geklärt.
In der Bundesrepublik schätzt man die Zahl
der Erkrankten auf rund 300.000. Die Erkrankung tritt häufig im
Alter zwischen 20 und 30 Jahren erstmalig auf. Die Diagnose wird
aber auch zunehmend bei Kindern, teilweise bereits im
Säuglingsalter gestellt. Männer und Frauen sind ungefähr gleich
häufig betroffen.
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa haben
viele Gemeinsamkeiten, unterscheiden sich aber durch Verlauf,
Lokalisation und Aussehen der Entzündung. Beide Krankheiten
machen sich durch Durchfälle, Bauchschmerzen, Übelkeit und
Erbrechen aber auch durch allgemeine Krankheitszeichen wie
Müdigkeit, Leistungsabfall, Appetitverlust oder Fieber bemerkbar.
Typisch für chronische Darmentzündungen ist der schubweise
Verlauf. Es gibt Phasen mit geringen oder fehlenden Beschwerden
und "aktive" Schübe, bei denen die Erkrankung voll in
Erscheinung tritt. Der einzelne Schub kann Wochen bis Monate
dauern, die Ruhezeiten (Remissionsphasen) können Monate bis Jahre
betragen. Häufig verursachen chronische Darmentzündungen auch
Begleiterkrankungen an anderen Organen, wie z.B. an Gelenken,
Haut, Augen sowie Leber und Niere.
kafi
|
 |

|