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Wann werden chronische Darmentzündungen operiert?

Die Notwendigkeit einer Operation ergibt sich bei Darmverschluss (Ileus), Darmwanddurchbruch (Perforation) oder wiederholten Darmverengungen (Stenosen).

Weitere Indikationen für eine Operation sind:

  • Ausgedehnte Fistelbildung
  • Entwicklung eines Karzinoms
  • Versagen der medikamentösen Therapie (Therapieresistenz)

Da bei Morbus Crohn die chirurgische Entfernung entzündlicher Darmabschnitte keine Heilung bringt, wird die Indikation zur Operation sehr zurückhaltend gestellt. Bei Operationserfordernis gilt daher die Devise, so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Darmverengungen (Stenosen) können zum Teil ohne chirurgische Eingriffe erweitert werden.

Colitis ulcerosa ist eine auf den Dickdarm beschränkte Erkrankung. Mit der chirurgischen Entfernung des Dickdarmes kommt es daher zur Heilung der Krankheit. Heute ist es in vielen Fällen möglich, den Dickdarm zu entfernen, ohne einen künstlichen Darmausgang (Stoma) zu legen. Durch das Legen eines "Pouch" (Reservoir aus zwei Dünndarmschlingen) besteht die Möglichkeit den natürlichen Darmausgang zu erhalten.

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Letzte Änderung: 24.03.2003