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Wann wird Darmkrebs operiert oder bestrahlt?

Mit Abstand die größte Bedeutung in der Behandlung von Darmkrebs hat die Operation. Die zentrale Frage für die Auswahl der richtigen Therapie ist, ob eine Heilung (kurative Behandlung) oder nur eine Linderung (palliative Behandlung) möglich ist.

Dabei ist die Beurteilung des Stadiums und die Ausbreitung des Tumors von ausschlaggebender Bedeutung. Auch für eine Behandlung mit Medikamenten ist diese Beurteilung außerordentlich wichtig.

Kurative Operation

Die kurative Operation zielt auf Entfernung des befallenen Darmabschnitts und der zugehörigen Lymphgefäße und Lymphknoten. Wird nur ein kurzer Abschnitt des Darms entfernt, werden die Enden wieder zusammengenäht. Unter bestimmten Bedingungen werden nach der Entfernung des Tumors die Dickdarmenden nicht zusammengefügt, sondern für eine bestimmte Zeit ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter, Stoma) gelegt. Liegt die Geschwulst so nahe am Darmausgang, dass der Schließmuskel mit entfernt werden muss, bleibt der künstliche Darmausgang dauerhaft bestehen. Wichtig ist, dass der Tumor bei der Operation vollständig entfernt wird.

Palliative Operation

Ob eine palliative Operation durchgeführt wird, hängt neben dem Allgemeinzustand des Patienten hauptsächlich von vorhandenen Metastasen ab. Wenn es zu Tochtergeschwülsten kommt, befinden diese sich beim Darmkrebs häufig in der Leber oder der Lunge. Vorhandene Metastasen bedeuten nicht automatisch, dass keine kurative Behandlung möglich ist. In jedem Einzelfall wird entschieden, ob nur der Darmkrebs oder auch die Metastasen operativ entfernt werden.

Bestrahlung

Die Bestrahlung eines Tumors (Radiotherapie) hat im wesentlichen die Verkleinerung der Geschwulst zum Ziel. In der Behandlung von Dickdarmkrebs spielt die Radiotherapie keine Rolle, lediglich beim Mastdarmkrebs wird sie, zusammen mit Medikamenten, eingesetzt.

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Letzte Änderung: 11.07.2003