Was ist Darmkrebs?
Krebserkrankungen des Dünndarms sind selten, so dass mit der Diagnose 'Darmkrebs' fast immer eine Krebserkrankung des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des Mastdarms (Rektumkarzinom) gemeint ist. Unter dem Begriff kolorektale Karzinome werden beide häufig zusammengefasst.
Dabei tritt jeweils etwa ein Drittel aller
Darmkrebserkrankungen im letzten Teil des Dickdarms sowie im
Mastdarm auf, also auf einem vergleichsweise kurzen
Abschnitt.
Der menschliche Darm besteht aus drei
Teilen, dem Dünndarm, dem Dickdarm (Kolon) und dem Mastdarm
(Rektum). Der Zwölffingerdarm ist der erste Teil des vier bis
fünf Meter langen Dünndarms, der am Magenausgang beginnt. In ihm
werden die verwertbaren Anteile der Nahrung durch die
Darmschleimhaut in den Körper aufgenommen. Die Nahrungsreste
gelangen weiter in den etwa 1,50 Meter langen Dickdarm, in dem
ihnen Wasser und Salze entzogen werden und anschließend in den
15-20 Zentimeter langen letzten Abschnitt vor dem Darmausgang,
den Mastdarm, der die Entleerung des Darms beeinflusst.
Die Zellen des menschlichen Körpers erneuern
sich während des gesamten Lebens durch Teilung. Gerät dieser
Vorgang außer Kontrolle entsteht eine Geschwulst (Tumor). Bei
bösartigen Tumoren (Krebs, Karzinome) vermehren sich die Zellen
ungebremst, weil körpereigene Reparaturmechanismen nicht mehr
ausreichend funktionieren. Die Zellen wachsen in umliegendes
Gewebe ein und zerstören es, können in Blutbahnen und Lymphgefäße
eindringen und mit dem Blut- und Lymphstrom in andere
Körperorgane gelangen. Dort können sie sich ansiedeln und erneut
vermehren, es entstehen Tochtergeschwülste (Metastasen).
amik
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