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Wie sollte man sich bei Gerinnungsstörungen ernähren?

Im Gegensatz zu der weitverbreiteten Meinung gelten für Patienten unter Behandlung mit Gerinnungshemmern keine besonderen Diätvorschriften. Sie sollten vielmehr eine ausgewogenen Mischkost zu sich nehmen und keinesfalls auf Salat oder Gemüse verzichten.

Entscheidend ist nur, dass die Ernährungsweise möglichst gleichbleibend ist, das heißt, dass Nahrungsmittel mit besonders hohem Vitamin K Gehalt wie zum Beispiel Kohl nur in Maßen genossen werden sollten. Hierbei macht es wenig Sinn, den genauen Vitamin K Gehalt seines Speiseplans berechnen zu wollen, sondern es genügt, Nahrungsmittel mit besonders hohem Gehalt identifizieren zu können. Gewichtsreduzierende Diäten oder Nahrungsergänzungsmittel mit hohem Vitamin K Gehalt sind zu vermeiden. Der Genuss von Alkohol kann wegen seiner Wirkung auf die Leber das Gerinnungssystem beeinflussen. Größere Mengen sind aber allein schon aufgrund des damit verbundenen Sturzrisikos und nachfolgender Blutung zu vermeiden. Übliche kleinere Mengen (0,2 Liter Wein oder 0,5 Liter Bier pro Tag) können aber ohne Gefahr konsumiert werden.

Wichtig ist vor allem aber, dass die Einnahme anderer Medikamente, auch pflanzlicher (!), die Wirkung der Gerinnungshemmer beeinflussen können. Sobald ein neues Medikament zusätzlich eingenommen wird oder eine Therapie beendet wird, müssen die Gerinnungswerte überprüft und eventuell die Dosierung des Gerinnungshemmers angepasst werden. Der Arzt sollte auf jeden Fall auch alle Medikamente, die zusätzlich eingenommen werden kennen.

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Letzte Änderung: 27.08.2003