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Wie werden Gerinnungswerte gemessen?

Die Gerinnungsfähigkeit des Blutes wird in verschiedenen Werten ausgedrückt: Prothrombinzeit, Quicktest, INR.

Die Stärke der Gerinnungshemmung (Antikoagulation) wird mithilfe der Prothrombinzeit (PT) getestet. Der Quickwert als Maß für die Gerinnungsfähigkeit des Blutes ist die Angabe der gemessenen Prothrombinzeit im Verhältnis zum Normalwert (liegt zwischen 70 und 130%). Leider hängt der Quickwert stark vom jeweils verwendeten Reagens ab, so dass Bestimmungen verschiedener Labors nicht vergleichbar sind. Experten empfehlen deshalb, den Gerinnungswert als sogenannten INR-Wert (International Normalized Ratio) anzugeben. Durch die Eichung des Reagens an einem WHO-Standard sind diese Messwerte unabhängig von den Bestimmungsmethoden. Da viele Ärzte und Patienten noch an den Quickwert gewöhnt sind, geben die Labors die Ergebnisse zumeist als Quickwert und INR-Wert an.

Die normale Blutgerinnung entspricht einem INR-Wert von 1, der gewünschte Zielbereich liegt, je nach Erkrankung zwischen 2 und 4,5 bzw. beim Quickwert zwischen 10 und 20%. Zu beachten ist, dass die Blutungsgefahr mit zunehmendem INR, aber sinkendem Quickwert steigt; umgekehrt verhält es sich mit dem Risiko für eine Thrombose oder Embolie.

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Letzte Änderung: 27.08.2003