Die Geschlechtskrankheit Herpes genitalis
Herpes genitalis ist eine fast ausschließlich durch Sexualkontakte übertragene Infektion mit dem Herpes simplex-Virus (HSV-2), einem Verwandten des bekannten Verursachers der Lippenbläschen (HSV-1). In den Industrieländern ist Herpes genitalis die wichtigste Ursache von Geschwulsten an den Geschlechtsorganen.
Akute Beschwerden
Die ersten Krankheitssymptome sind nach drei
bis sieben Tagen, selten erst nach drei Wochen sichtbar. Im
Genitalbereich kommt es zu Flüssigkeit enthaltenden Bläschen, die
sich zu kleinen, juckenden, teils auch schmerzhaften Geschwüren
entwickeln. Auch können Schmerzen beim Wasserlassen auftreten.
Ein allgemeines Krankheitsgefühl und geschwollene
Leisten-Lymphknoten fallen zusätzlich auf. Nach zwei bis drei
Wochen heilt die Herpesinfektion von selbst ab.
Beim oralen Geschlechtsverkehr kann sich das
Virus auf den Mund-Rachenbereich ausbreiten, beim Analverkehr
ebenso auf den After.
Komplikationen und Folgeschäden
Der bekannte Ausspruch "Einmal Herpes
– immer Herpes" gilt leider auch hier. Immer wenn das
Immunsystem geschwächt ist, kann es zu Rückfällen kommen. Somit
stellen Sie zumindest latent immer eine Ansteckungsgefahr für
Ihren Partner dar.
Eine HSV-Erstinfektion in der
Schwangerschaft führt in 50 Prozent der Fälle zum Abort.
Behandlung
Da es noch keine Heilungsmöglichkeit gibt,
können lediglich die Beschwerden gelindert beziehungsweise durch
frühzeitiges Gegensteuern die Ausbreitung der Herpesbläschen
verhindert werden. Eiswürfel-Auflagen lindern ein wenig. Die Gabe
eines speziellen antiviralen Mittels (Virustatikum) in
Tablettenform, unterstützend auch lokal zum Auftragen als Salbe,
hat sich bewährt. Nur bei schweren immer wiederkehrenden
Verlaufsformen wird der Wirkstoff in die Venen gespritzt.
Beispiele für Virustatika, die angewendet
werden:
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