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Die Geschlechtskrankheit Trichomonaden-Infektion

Trichomoniasis ist eine weltweit vorkommende, durch ein einzelliges, bewegliches Geißeltierchen, das Protozoen Trichomonas vaginalis, hervorgerufene Infektion. Die Übertragung erfolgt zumeist durch direkten Schleimhautkontakt beim Geschlechtsverkehr. Eine indirekte Übertragung durch Badewasser, Badeschwämme, Handtücher ist aber grundsätzlich möglich.

Akute Beschwerden

Erste Beschwerden treten vier Tage bis drei Wochen nach der Infektion auf, häufig besteht auch eine symptomlose Infektion. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Bei Frauen kommt es zu einer Scheidenentzündung mit gelblich-grünem, schaumigem, oft übelriechendem Ausfluss. Juckreiz und ein Brennen in der Scheide können hinzukommen. In 50 Prozent der Fälle tritt die Entzündung auf die Harnwege über, was sich in häufigem Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen bemerkbar macht.

Männer sind meist völlig beschwerdelos. Gelegentlich kommt es zu einer leichten Harnwegsentzündung mit milchig-weißlichem Ausfluss beziehungsweise einer Entzündung der Eichel und Vorhaut.

Die Infektion verläuft meist chronisch und wird oft nicht bemerkt.

Komplikationen und Folgeschäden

Folgeschäden sind keine bekannt, die Prognose ist sehr gut. Ein Überlagerung der Infektion durch eine andere Bakterien- oder Pilzinfektion ist jedoch häufig.

Behandlung

Der Erreger Trichomonas vaginalis wird mit speziellen Antibiotika, den Nitroimidazolen bekämpft. Die Therapie ist nur erfolgreich, wenn der Partner mitbehandelt wird. Meist werden Tabletten über sieben bis zehn Tage eingenommen. Manchmal werden auch Vaginalzäpfchen verordnet. Besteht eine Schwangerschaft, wird ein Pilzmittel (Clotrimazol) gegeben, da das Mittel der Wahl wegen möglicher Schädigung des Fötus nicht angewendet werden darf.

 

Beispiele für Wirkstoffe, die angewendet werden:

Nitroimidazole:

  • Metronidazol
  • Ornidazol
  • Tinidazol
  • Nimorazol

Antimykotika:

  • Clotrimazol

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Letzte Änderung: 01.07.2005