Arzneimittel gegen Geschlechtskrankheiten
Wie kann man sich gegen Geschlechtskrankheiten schützen? Wie merke ich, ob ich mich angesteckt habe? Sind diese Krankheiten heilbar? Dies und vieles mehr erfahren Sie hier.
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Was sind Geschlechtskrankheiten?
Geschlechtskrankheiten sind sexuell übertragbare Erkrankungen, deren Erreger in der Regel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr (Scheiden-, Darm- oder Mundverkehr) übertragen werden. Die Erreger können Bakterien oder Viren, aber auch Pilze, Parasiten und bestimmte Einzeller sein.
Wie können Sie Geschlechtskrankheiten vorbeugen?
Praktizieren Sie 'Safer Sex'. Die wichtigste Schutzmaßnahme ist die korrekte Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr. Kondome verhindern sicher die Erreger-Übertragung.
Wie erkennt der Arzt Geschlechtskrankheiten?
Die Diagnose der Geschlechtskrankheiten gehört in die Hand des Arztes (Frauenarzt, Urologe, Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten). Auch der Partner beziehungsweise die Partnerin sollte sich mit untersuchen lassen.
Wie werden die Geschlechtskrankheiten behandelt?
Die Behandlung aller Geschlechtskrankheiten liegt in der Hand des Arztes. Die Therapie erfolgt nach den Richtlinien der Deutschen STD-Gesellschaft (STD: Sexually Transmitted Disease).
Wie werden die Geschlechtskrankheiten unterteilt?
Die bekanntesten vier Geschlechtskrankheiten sind bakterielle Infektionen: Tripper (Gonorrhöe), Syphilis (Lues), weicher Schanker (Ulcus molle) und das Lymphogranuloma inguinale (LGV), eine spezielle Chlamydien-Infektion.
Die Geschlechtskrankheit Tripper (Gonorrhöe)
Die Gonorrhöe (Tripper) ist die häufigste Geschlechtskrankheit in Deutschland. Der Erreger ist ein Bakterium mit Namen Neisseria gonorrhoeae. Dieses Bakterium ist äußerst empfindlich gegen Kälte und Austrocknung, so dass eine Infektion praktisch nur über die Schleimhäute beim Geschlechtsverkehr möglich ist. Es kommt zunächst zu einem Befall des gesamten Genitalbereichs. Bis zum Ausbruch der Erkrankung dauert es meist zwei bis sechs Tage.
Die Geschlechtskrankheit Syphilis (Lues)
Syphilis (Lues) ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die weltweit vorkommt. Erreger ist ein Bakterium, die Spirochäte Treponema pallidum. Die Übertragung erfolgt nur durch unmittelbaren Körperkontakt, bevorzugt beim Geschlechtsverkehr. Bis zum Ausbruch erster Krankheitssymptome dauert es zwischen drei Wochen und drei Monaten.
Die Syphilis erhöht das Risiko, sich mit HIV zu infizieren und das Virus weiterzugeben.
Die Geschlechtskrankheit Weicher Schanker (Ulcus molle)
Der Weiche Schanker (Ulcus molle) wird durch Infektion mit dem Bakterium Haemophilus ducreyi, das gegen Kälte- und Austrocknung sehr empfindlich ist, ausgelöst. Dieser Erreger, der in tropischen Gebieten Afrikas, Asiens und in Lateinamerika häufiger vorkommt, in Mitteleuropa aber selten ist, wird praktisch nur durch verletzte Haut oder durch Schleimhaut beim Geschlechtskontakt übertragen.
Geschlechtskrankheiten durch Chlamydien-Infektion
Wenn der Arzt von 'Chlamydien-Infektion' spricht, ist dies eine meist durch Geschlechtsverkehr übertragene Infektionskrankheit durch das Bakterium Chlamydia trachomatis. Chlamydia trachomatis ist ein typischer Schleimhautparasit, der ausschließlich den Menschen infiziert. Da das kugelförmige Bakterium in verschiedenen Untertypen vorkommt, können verschiedene Erkrankungen ausgelöst werden.
Die Geschlechtskrankheit Herpes genitalis
Herpes genitalis ist eine fast ausschließlich durch Sexualkontakte übertragene Infektion mit dem Herpes simplex-Virus (HSV-2), einem Verwandten des bekannten Verursachers der Lippenbläschen (HSV-1). In den Industrieländern ist Herpes genitalis die wichtigste Ursache von Geschwulsten an den Geschlechtsorganen.
Die Geschlechtskrankheit Feigwarzen (Humane Papillomviren-Infektion)
Feigwarzen werden durch Humane Papilloma-Viren (HPV) ausgelöst. Zu dieser Gruppe gehören über 100 eng miteinander verwandten Virustypen, sie werden häufig beim Sexualverkehr übertragen. Nur einige der Viren lösen Warzen aus. Der direkte Haut- oder Schleimhautkontakt beziehungsweise das Eindringen der Viren durch kleine Hautverletzungen ist entscheidend.
Die Geschlechtskrankheit Trichomonaden-Infektion
Trichomoniasis ist eine weltweit vorkommende, durch ein einzelliges, bewegliches Geißeltierchen, das Protozoen Trichomonas vaginalis, hervorgerufene Infektion. Die Übertragung erfolgt zumeist durch direkten Schleimhautkontakt beim Geschlechtsverkehr. Eine indirekte Übertragung durch Badewasser, Badeschwämme, Handtücher ist aber grundsätzlich möglich.
Weitere Informationen im Internet
Links zur Kenntniserweiterung über sexuell übertragbare Krankheiten
Verwendete Literatur
Liste der für diese Publikation verwendeten wissenschaftlichen Literatur
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