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Mit welcher Ernährung können Sie einer Gicht vorbeugen?

Vorbeugend gegen Gicht wirken vor allem ein geringer Fleisch- und Fischkonsum und die Beschränkung von Alkohol. Nulldiäten sollen vermieden werden.

Fleisch und Fischkonsum einschränken

Essen Sie wenig Fleisch, Fisch oder Wurst! Meiden Sie Innereien, diese haben den höchsten Puringehalt. 1 Milligramm Purin, das sind ein Tausendstel Gramm, wird im Körper in 2,4 Milligramm Harnsäure umgewandelt. Dies bezeichnet man als Harnsäureäquivalent. Damit Ihr Harnsäurewert sinkt, sollten Sie nicht mehr als 500 Milligramm Harnsäureäquivalente zu sich nehmen. Für den Alltag bedeutet dies, an einem Tag nicht mehr als 100 Gramm Fleisch, Wurst oder Fisch zu essen. Tabu sollten auch Hülsenfrüchte wie Erbsen und Linsen sowie Kohl sein. Wenn Sie weniger Fisch und Fleisch essen, nehmen Sie weniger tierische Eiweiße auf. Damit Sie nicht in ein Defizit geraten, sollte der Bedarf woanders gedeckt werden. Da die meisten eiweißhaltigen Nahrungsmittel gleichzeitig viel Purin enthalten, gilt es, sinnvoll auszuwählen. Milch, Milchprodukte und Eier sind fast purinfrei. Diese Nahrungsmittel können sogar helfen, die Harnsäure zu senken, da sie die Ausscheidung über die Nieren fördern. Doch Vorsicht! Wenn gleichzeitig der Cholesterinspiegel zu hoch ist, sollten nicht zu viele Eier(speisen) verzehrt werden.


Alkohol nur in Maßen

Dass zuviel Alkohol die Leber schädigen und einen "Kater" hervorrufen kann,  ist allgemein bekannt. Er ist aber auch ein häufiger Auslöser von schmerzhaften Gichtanfällen. Alkoholgenuss begünstigt die Bildung von Milchsäure, die das Blut übersäuert. Dadurch wird die Harnsäure weniger löslich und kann Kristalle bilden. Außerdem hemmt Alkohol die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren und regt die Bildung neuer Harnsäure an.

Bier enthält außerdem Purin. Ein halber Liter schlägt mit 170 Milligramm Harnsäureäquivalent zu Buche. Besonders ungünstig ist die  Kombination von Alkohol mit  fettreicher Nahrung. Nach einem deftigen Gänsebraten noch "etwas Kleines" für die Verdauung trinken ist also "Gift für die Gicht".

Wer mit zuviel Fleisch "gesündigt" hat, begeht manchmal den Fehler, danach für eine gewisse Zeit gar nichts zu essen. Die Annahme, diese Nulldiät würde den Harnsäurewert senken, ist falsch! Durch den starken Verlust von Körperfett in kurzer Zeit werden Stoffwechselprodukte gebildet, die die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren hemmen. Diese sogenannten Ketonkörper werden immer dann gebildet, wenn sehr rasch abgenommen wird. Sinnvoller ist eine schonende und langsame Ernährungsumstellung.

Welche Ernährung senkt den Harnsäurewert bei Gicht?

  • Purinarme Kost
  • Alkohol meiden
  • Auf den Genuß von Innereien vollständig verzichten
  • Kohl, Hülsenfrüchte, Erbsen, Linsen, Bohnen meiden
  • Übergewicht reduzieren
  • Genug trinken, 1,5 bis 2 Liter täglich

Viel Milch- oder Milchprodukte als tierische Eiweißquelle verzehren

mba

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Letzte Änderung: 20.04.2009