Wie wird Asthma unterteilt?
Grundsätzlich wird zwischen dem allergischen Asthma und dem nichtallergischen Asthma unterschieden. Es wird nach dem Schweregrad in Stufe 1 bis 4 eingeteilt.
Das rein allergische Asthma beginnt meist
schon in der Kindheit und tritt häufig saisonal, also zu
bestimmten Jahreszeiten auf (Pollenallergie). Auslösende
Reizstoffe ("Allergene”) sind neben Pollen zum
Beispiel Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen oder
seltener auch Bestandteile der Nahrung wie Milch- oder
Hühnereiweiß, Nüsse, Fisch oder bestimmte Obst-, Gemüse- oder
Getreidearten. Die für den Patienten spezifischen Allergene sind
meist durch einen Hauttest nachweisbar.
Bei Erwachsenen ist das nichtallergische
Asthma häufiger. Überwiegend werden die Asthmaanfälle durch
Infektionen der oberen und unteren Luftwege ausgelöst – am
häufigsten durch Virusinfekte. Diese Patienten hatten oft im
Vorfeld eine
Lungenentzündung oder eine schwere und lang anhaltende
Bronchitis.
Aber auch andere, unspezifische Reize wie
das Einatmen von Tabakrauch, Kaltluft, Nebel oder
Luftverunreinigungen können auslösende Faktoren sein.
Medikamente können ebenfalls Asthmaanfälle
auslösen. Bekannt ist das vor allem bei manchen Schmerzmitteln,
wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure. Man spricht dann vom
sogenannten "Analgetikaasthma”. Alle Anfälle können
lebensbedrohlich sein! Asthmatiker sollten deswegen auch jeden
Arzt und bei einer Selbstmedikation den Apotheker über die
Krankheit informieren, damit nach Möglichkeit keine risikoreichen
Medikamente verordnet werden.
Wenn körperliche Anstrengung zu einer
überschießenden Reaktion des Bronchialsystems führt, spricht man
von "Belastungsasthma”.
Die verschiedenen Formen des Asthmas sind
allerdings selten rein ausgeprägt, häufiger treten sie als
Mischformen auf.
Das sogenannte "Herzasthma”
(Asthma cardiale) bezeichnet Anfälle von Atemnot bei herzkranken
Patienten.Ursache und Mechanismus dieser Erkrankung sind völlig
verschieden von denen des Bronchialasthmas.
In welche Schweregrade wird Asthma eingeteilt?
Wenn es um die geeignete Behandlung geht,
teilt man die Asthmaerkrankung nach der Schwere der Symptome
ein:
Stufe 1:
Das intermittierende Asthma, die leichte Erkrankung, bei der
maximal zweimal wöchentlich kurz anhaltende Anfälle bei einem
normalen "Peak-flow” (=gemessener Atemwiderstand)
auftreten.
Stufe 2:
Das persisitierende (anhaltende) leichte Asthma mit maximal
einmal täglich auftretenden Beschwerden und einem Peak-flow, der
bei mindestens 80 Prozent des persönlichen Bestwerts liegt.
Stufe 3:
Das persisitierende mittelschwere Asthma, das durch häufigere,
insbesondere auch nächtliche Anfälle und einem eingeschränkten
Peak-flow von 60 bis 80 Prozent gekennzeichnet ist.
Stufe 4:
Das persistierende schwere Bronchialasthma, bei dem der Patient
fast niemals völlig beschwerdefrei ist und der Peak-flow unter 60
Prozent des Sollwerts liegt. Die körperliche Belastbarkeit ist
stark eingeschränkt und es treten akute, zum Teil
lebensbedrohliche Verschlimmerungen auf.
Der "Status asthmaticus” ist eine
länger als 24 Stunden anhaltende schwere Atemnot, die sich
allmählich über Stunden, aber auch sehr rasch entwickeln kann. Er
ist stets lebensbedrohlich und erfordert daher die sofortige
ärztliche Behandlung.
Vorwiegend im Jugendalter kann auch eine
sogenannte "Asthmakrise” auftreten, bei der es binnen
Stunden durch eine Verengung der kleinen Bronchien zu höchster
Atemnot kommt.
Verwendete Literatur
ados
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