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Was sind Antibiotika?

Zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten werden Antibiotika eingesetzt. Antibiotika sind Arzneistoffe, die im Körper Bakterien abtöten (bakterizid) oder im Wachstum hemmen (bakteriostatisch). Ihre Wirkung zeigen sie in Konzentrationen, die für den Menschen relativ unschädlich sind. Aber nicht jedes Antibiotikum wirkt gegen jeden Keim.

Die relativ gute Verträglichkeit der Antibiotika für den menschlichen Körper ist auf die Tatsache zurück zu führen, dass Antibiotika Strukturen angreifen, die beim Menschen nicht oder aber zumindest in wesentlich anderer Form vorkommen.

Was versteht man unter Resistenz und wie entsteht sie?

Ein Erreger ist resistent gegenüber einem bestimmten Antibiotikum, wenn die maximal mögliche Dosis des Antibiotikums nicht ausreicht, den Erreger abzutöten beziehungsweise zu hemmen.

Man unterscheidet zwei Arten von Resistenz:

  • Natürliche Resistenz
    Bei dieser Art der Resistenz sind alle Erreger einer Art gegenüber einem bestimmten Antibiotikum unempfindlich.
  • Erworbene Resistenz
    Die erworbene Resistenz entsteht bei bis dahin empfindlichen Erregern während der Behandlung mit einem Antibiotikum. Dies tritt zum Beispiel auf, wenn Antibiotika in zu geringer Konzentration oder über zu kurze Zeit eingenommen werden. Ein Teil der Erreger wird dann nicht abgetötet, sondern verändert seine Zellstrukturen so, dass das Antibiotikum beim nächsten Einsatz nicht mehr daran binden kann, und somit seine Wirksamkeit verliert.

Was ist eine Kreuzresistenz?

Von einer Kreuzresistenz spricht man, wenn eine Unempfindlichkeit gegenüber zwei oder mehreren Antibiotika gleichzeitig vorliegt. Dies ist meistens der Fall, wenn die Antibiotika sehr ähnlich aufgebaut sind und/oder über den gleichen Wirkungsmechanismus verfügen. Ein Beispiel ist die Kreuzresistenz von Penicillinen und Cephalosporinen.

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Letzte Änderung: 01.07.2005