Was ist bei der Einnahme von Antibiotika zu beachten?
Antibiotika sollten nur dann eingenommen werden, wenn sichergestellt ist, dass sie gegen die krankheitsverursachenden Bakterien wirksam sind. So ist die Einnahme von Antibiotika bei banalen Erkältungen nicht sinnvoll, da diese in aller Regel durch Viren ausgelöst werden.
Die Gabe eines gegen den Erreger nicht
wirksamen Antibiotikums kann zur Entwicklung von Resistenzen
beitragen. Bei einer schwerwiegenden Infektion wird deshalb der
Erreger vor Therapiebeginn bestimmt und geprüft, welches
Antibiotikum wirksam ist.
Die vorbeugende Gabe von Antibiotika ist nur
in Ausnahmefällen gerechtfertigt, z. B. vor Operationen.
Ansonsten kann es dadurch zur Entwicklung resistenter Erreger
kommen, Krankheitssymptome verschleiert werden oder eine
Sensibilisierung (Allergiebereitschaft) hervorgerufen werden.
Es ist wichtig, Antibiotika in der
empfohlenen Dosis über den empfohlenen Zeitraum einzunehmen. Eine
zu geringe Dosis kann zur Resistenzentwicklung führen. Treten bei
der empfohlenen Dosis Nebenwirkungen auf, sollten sie dem
behandelnden Arzt mitgeteilt werden. Gegebenenfalls kann er ein
anderes Antibiotikum verordnen. Keinesfalls sollte die Dosis
selbstständig verringert oder die Therapie abgebrochen werden.
Ein frühzeitiger Abbruch der Therapie kann zu einem Neuauftreten
der Infektion führen, da noch nicht alle Erreger abgetötet
wurden.
Durchfälle treten bei der Einnahme von
Antibiotika relativ häufig auf. Dadurch kann die Wirksamkeit der
Antibaby-Pille abgeschwächt sein. Um eine Schwangerschaft sicher
auszuschließen, sollten Frauen deshalb eine zusätzliche
Verhütungsmethode anwenden.
bcwi
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