Welche Medikamente wirken gegen eine Blasenentzündung?
Wirksame Medikamente sind Antibiotika und desinfizierende Präparate. Harnansäuernde Arzneimittel und Bärentraubenblätter können bei leichteren Infektionen helfen.
Antibiotika
Sulfonamide und Trimethoprim
Das Medikament der Wahl ist eine Kombination
aus zwei unterschiedlichen Antibiotika mit der Bezeichnung Cotrimoxazol. Es ist ein Gemisch aus
Trimethoprim und dem
Sulfonamid Sulfamethoxazol im Verhältnis 1:5.
Beide Bestandteile zusammen töten die
Bakterien auf verschiedenen Wegen ab und verstärken sich in ihrer Wirkung. Einzeln
verabreicht würde nur eine bakterienhemmende Wirkung erreicht.
Durch die Kombination wird weiterhin die Entwicklung einer
Resistenz der Erreger verzögert.
Andere Antibiotika, die gegen
Blasenentzündungen eingesetzt werden, sind beispielsweise:
- Gyrasehemmer
- Pipemidsäure
- Norfloxazin
- Ciprofloxazin
Cephalosporine
- Cefotaxim
- Cefazolin
- Cefuroxim
- Cefotiam
- Cefaclor
- Cefadroxil
- Cefalexin
- Loracarbef
- Cefixim
- Cefuroxim
- Ceftibuten
- Cefpodoxim
- Cefepim
- Cefoxitin
- Ceftazidim
- Ceftriaxon
Andere
Antibiotika
- Nitroxolin
- Gentamicin
- Nitrofurantoin, zur
Langzeitprophylaxe
- Amoxicillin
- Ampicillin
Harnansäuernde Medikamente
Diese Präparate verhindern, dass sich
Bakterien in der Blasenschleimhaut vermehren, indem sie den Harn
ansäuern. Im sauren Milieu gedeihen Bakterien schlechter und
Neuinfektionen sind seltener. Zusätzlich optimieren sie die
Wirkung bestimmter Antibiotika, die besonders gut im leicht
sauren Milieu wirken, zum Beispiel Ampicillin.
- Methionin
-
Kombination aus
Ammoniumchlorid und
Adipinsäure
- Ascorbinsäure
Desinfizierende Arzneimittel
- Ethacridin
- Methenamin
- Bärentraubenblätter
Bei leichten entzündlichen Beschwerden der
Blase und der Harnwege können Bärentraubenblätter helfen. Die
Einnahme erfolgt als Tee oder als Tablette beziehungsweise
Dragee. Die Apotheke gibt sie rezeptfrei ab.
Die Bärentraubenblätter setzt man
idealerweise mit kaltem Wasser an und lässt sie sechs bis zwölf
Stunden ziehen. Der Tee wird vor dem Trinken kurz erhitzt, um
vorhandene Bakterien abzutöten. Dieser Auszug enthält weniger
magenreizende Gerbstoffe bei gleichem Wirkstoffgehalt als ein
heißgebrühter Tee. Er ist somit bekömmlicher.
Immunstimulanzien
Zur Behandlung von immer wieder
auftretenden Infektionen der Harnblase können Immunstimulentien
einsetzt werden. Es kommt zu einer Verstärkung der Abwehrreaktion
im Bereich der Harnwege. Eingesetzt wird beispielsweise:
Escherichia
coli-Lysat
Eine konsequente Behandlung ist von Anfang
an sehr wichtig - auch, um immer wieder auftretende Beschwerden
zu verhindern.
csor
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