Was ist eine Blasenentzündung?
Die Blasenentzündung ist eine - meist von der Harnröhre aufsteigende - Erkrankung der Blasenschleimhaut. In schweren Fällen kann sie auch die gesamte Blasenwand betreffen. Sie kann akut oder in wiederkehrenden Schüben auftreten.
Die Harnblase ist ein Teil des Nieren- und
Blasensystems, welches sich in zwei Teile gliedert: den unteren
Harntrakt mit Harnröhre und Harnblase. Von dort besteht eine
Verbindung zum oberen Harntrakt, bestehend aus den Harnleitern
und den Nieren. Über die Niere als Filtersystem und die Blase
werden Flüssigkeit und Abbauprodukte des Stoffwechsels
ausgeschieden.
In acht von zehn Fällen verursacht der
Darmkeim Escherichia coli eine Blasenentzündung. Andere Erreger,
wie Staphylokokken, Streptokokken, Gonokokken, Mykobakterien oder
Trichomonaden, sind vergleichsweise selten.
Die eingedrungenen Bakterien können während
des Krankheitsverlaufs die Harnblase schädigen. Auch die Niere
kann erkranken, wenn die Erreger über die Harnleiter zu den
Nieren hochwandern. Dies nennt sich Nierenbeckenentzündung.
Die Harnröhre der Frau ist im Vergleich zur
männlichen sehr viel kürzer (fünf Zentimeter gegenüber zwanzig
Zentimetern). Deshalb erkranken Frauen häufiger, weil Bakterien
leichter in die Harnblase wandern können. Sechs von zehn Frauen
sind in ihrem Leben einmal davon betroffen, viele sogar
häufiger.
Risikofaktoren für Blasenentzündungen sind
das Legen eines Blasenkatheters oder bei Männern Harnstau infolge
einer vergrößerten Prostata. Auch Grunderkrankungen, wie
Diabetes, eine schlechte körperliche Abwehr oder eine
Kortisontherapie begünstigen die Entstehung.
csor
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