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Was ist Blutarmut?
Eine Blutarmut (Anämie) ist kein Mangel an Blut an sich, sondern eine Erkrankung, bei der das Blut seine Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen kann. Es gibt verschiedene Formen von Anämien. Beispielsweise sind zu wenige rote Blutkörperchen (Erythrozyten) oder zu wenig sauerstoffbindender Blutfarbstoff (Hämoglobin) vorhanden.
Blut ist aus medizinischer Sicht ein
"flüssiges Gewebe". Es setzt sich zusammen aus dem
Plasma, einer eiweiß- und elektrolythaltigen Flüssigkeit, und den
Zellen, den sogenannten Blutkörperchen. Die Blutkörperchen werden
wiederum unterteilt in:
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rote Blutkörperchen oder Erythrozyten, deren
Hauptaufgabe der Sauerstofftransport ist,
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weiße Blutkörperchen oder Leukozyten, die eine wichtige
Rolle im Immunsystem spielen,
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Blutplättchen oder Thrombozyten, die an der
Blutgerinnung beteiligt sind.
Die Hauptaufgabe des Blutes ist der
Stofftransport. Die Erythrozyten verteilen den Sauerstoff, den
die Lungen aus der Atemluft herausfiltern, im Körper und
transportieren gleichzeitig giftiges Kohlendioxid ab, das in den
Geweben gebildet worden ist. Außerdem versorgt unser
Lebenssaft jede
einzelne Körperzelle mit Mineralien, Nährstoffen und Hormonen.
Auch viele Medikamente werden über das Blut im Körper verteilt.
Daneben ist das Blut wichtig für das Immunsystem und hält
zusätzlich ein gleichmäßiges, schwach saures Milieu aufrecht
(Homöostase).
Die roten Blutkörperchen sind scheibenförmig
und werden im Knochenmark gebildet. Sie haben einen Durchmesser
von etwa 7,5 Mikrometer. Um Sauerstoff befördern zu können,
brauchen die Erythrozyten das Hämoglobin. Das ist ein roter
Farbstoff, bei dem sich vier Aminosäureketten um ein Eisenmolekül
ranken. Hämoglobin verleiht dem Blut seine Farbe. Das Blut eines
gesunden Mannes enthält mehr als 130 (Frauen: 120) Gramm pro
Liter Hämoglobin.
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