Welche Formen der Blutarmut gibt es?
Fachleute teilen das Krankheitsbild der Blutarmut unterschiedlich ein. Sie unterscheiden Anämien vor allem nach dem Gehalt an Hämoglobin und dem Aussehen der roten Blutkörperchen.
Zur Beschreibung von Anämien verwenden Ärzte
häufig Fachworte. Die wichtigsten sind:
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Normochrome Anämie = normal viel Hämoglobin in
den roten Blutkörperchen (renale Anämie).
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Hypochrome Anämie = zu wenig Hämoglobin in den roten
Blutkörperchen (Eisenmangelanämie)
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Hyperchrome Anämie = zu viel Hämoglobin in den roten
Blutkörperchen (Vitamin B12-Mangelanämie).
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Normozytäre Anämie = rote Blutkörperchen normal groß
(renale Anämie).
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Mikrozytäre Anämie = rote Blutkörperchen zu klein
(Thalassämie).
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Makrozytäre Anämie = rote Blutkörperchen zu groß
(Folsäuremangelanämie).
Mangelanämien
Eine weit verbreitete Mangelanämie ist die
Eisenmangelanämie, bei der der Hämoglobingehalt des Blutes
absinkt, weil dem Farbstoff zu wenig Eisen zur Verfügung
steht.
Daneben gibt es die megaloblastären Anämien,
bei denen sich die roten Blutkörperchen vergrößern. Hier fehlen
Vitamin B12 (perniziöse Anämie oder Morbus Biermer) oder
Folsäure. Infolgedessen entwickeln sich die roten Blutkörperchen
nur unvollständig: Weil sich die Vorläuferzellen im Knochenmark
nur lückenhaft teilen, reifen die flachen roten Scheiben nicht zu
normalen Zellen (Normozyten) heran, sondern es formen sich nur
einige wenige Riesenzellen (Megalozyten), die im Verhältnis zu
viel Farbstoff enthalten.
Hämolytische Anämien
Hämolyse bezeichnet das Zerfallen von
Blutkörperchen. Während ein gesunder Erythrozyt etwa 120 Tage
überlebt, zerfallen die roten Blutkörperchen bei einer
hämolytischen Anämie wesentlich schneller. Hämolytische Anämien
sind unter anderem die Sichelzellanämie und die Thalassämie.
Beide Formen gehen mit abnormal gestalteten Erythrozyten einher.
Seltenere hämolytische Anämien sind der Favismus und die
Sphärozytose.
Hypoproliferative Anämien
Bei diesen Anämieformen versagt die
Blutbildung im Knochenmark und es entstehen zu wenige und/oder
unreife Zellen. Unter anderem gibt es:
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aplastische Anämie,
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renale Anämie sowie
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sideroachrestische Anämie.
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