Wer hat ein erhöhtes Risiko für eine Blutarmut?
Schwangere, Senioren und Krebspatienten sind besonders gefährdet, an einer Blutarmut zu erkranken.
Schwangere
Die meisten Schwangeren leiden unter einer
Eisenmangelanämie: Während der Schwangerschaft nimmt das
Blutplasmavolumen natürlicherweise um etwa 30 Prozent zu, die
Anzahl der Blutzellen steigt im Gegenzug um etwa 20 Prozent an.
Die zusätzlich gebildeten Erythrozyten brauchen Eisen. Ferner
benötigt das heranwachsende Baby zunehmend mehr Eisen und
entzieht der Mutter das Mineral. Viele Frauen können in dieser
Zeit Eisen nur schlecht aus dem Dünndarm aufnehmen.
Ältere Menschen
Senioren ernähren sich häufig unausgewogen.
Einige nehmen gegen rheumatische Erkrankungen zusätzlich
Arzneimittel ein, die Magenblutungen verursachen können.
Infektionen, Entzündungen und Tumorerkrankungen sind bei ihnen
ebenfalls häufiger. Oft bleibt eine Anämie unerkannt, weil Ärzte
Symptome, wie Konzentrationsschwäche, Erschöpfung, Schwindel oder
Kreislaufprobleme, automatisch auf das hohe Alter
zurückführen.
Krebspatienten
Der Tumor selber oder die Maßnahmen gegen
ihn bedingen eine Blutarmut:
Beispielsweise drosselt Krebs die Produktion
des Hormons Erythropoetin. Viele Karzinompatienten ernähren sich
schlecht und liefern dem Organismus zu wenig Vitamine und
Mineralien. Chemotherapie oder Strahlenbehandlung greifen das
blutbildende System direkt im Knochenmark an oder zerstören
Nierenzellen, die Erythropoetin hervorbringen.
ssch
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