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Gibt es weitere Möglichkeiten zur Behandlung der Epilepsie?

Wenn die Therapie mit Arzneimitteln nicht ausreichend wirksam ist, kann eine Operation sinnvoll sein. In spezialisierten Kliniken werden dem Patienten die Gehirnareale entfernt, von denen die Epilepsie ausgeht.

Dabei können auch natürliche Hirnfunktionen beeinträchtigt werden. Das Ausmaß der Nebenwirkungen lässt sich nur schwer voraussagen.

Alternative Heilmethoden haben in der modernen Epilepsiebehandlung in der Regel keinen besonderen Stellenwert. In Einzelfällen kann die sogenannte ketogene Diät sinnvoll sein. Diese Diätform wird seit einigen Jahrzehnten besonders bei Kindern mit schweren und schwer behandelbaren Epilepsien eingesetzt. Sie beruht auf der Beobachtung, dass die Anfallshäufigkeit manchmal zurückgeht, wenn das Blut einen erhöhten Säurewert aufweist.

Wegen sehr großer Risiken einer Stoffwechselentgleisung sollte die anfängliche Einstellung auf eine solche Diät immer im Krankenhaus erfolgen. Zu Beginn wird auf Eiweiße und Kohlehydrate fast vollständig verzichtet. Der Betroffene nimmt viel Fett zu sich. Dies führt zu der Bildung von Ketonkörpern. Bei eine Minderheit von Epilepsiepatienten lässt sich mit dieser Diät ein Erfolg über Monate oder Jahre erzielen. Die Diät ist allerdings eine zusätzliche Belastung für die Betroffenen.

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Letzte Änderung: 27.08.2003