Gibt es weitere Möglichkeiten zur Behandlung der Epilepsie?
Wenn die Therapie mit Arzneimitteln nicht ausreichend wirksam ist, kann eine Operation sinnvoll sein. In spezialisierten Kliniken werden dem Patienten die Gehirnareale entfernt, von denen die Epilepsie ausgeht.
Dabei können auch natürliche Hirnfunktionen
beeinträchtigt werden. Das Ausmaß der Nebenwirkungen lässt sich
nur schwer voraussagen.
Alternative Heilmethoden haben in der
modernen Epilepsiebehandlung in der Regel keinen besonderen
Stellenwert. In Einzelfällen kann die sogenannte ketogene Diät
sinnvoll sein. Diese Diätform wird seit einigen Jahrzehnten
besonders bei Kindern mit schweren und schwer behandelbaren
Epilepsien eingesetzt. Sie beruht auf der Beobachtung, dass die
Anfallshäufigkeit manchmal zurückgeht, wenn das Blut einen
erhöhten Säurewert aufweist.
Wegen sehr großer Risiken einer
Stoffwechselentgleisung sollte die anfängliche Einstellung auf
eine solche Diät immer im Krankenhaus erfolgen. Zu Beginn wird
auf Eiweiße und Kohlehydrate fast vollständig verzichtet. Der
Betroffene nimmt viel Fett zu sich. Dies führt zu der Bildung von
Ketonkörpern. Bei eine Minderheit von Epilepsiepatienten lässt
sich mit dieser Diät ein Erfolg über Monate oder Jahre erzielen.
Die Diät ist allerdings eine zusätzliche Belastung für die
Betroffenen.
MRB
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