Was ist Epilepsie?
Das Wort Epilepsie leitet sich vom Griechischen ab und bedeutet plötzlich heftig ergriffen und überwältigt' zu werden. Im Altertum glaubte man, dass Epilepsie eine Strafe der Götter und Dämonen sei. Deshalb wurde der Begriff der 'heiligen Krankheit' geprägt. Auch heute ist die Erkrankung noch mit vielen Vorurteilen behaftet, worunter die Betroffenen nicht selten zu leiden haben.
Bei einem epileptischen Anfall kommt es
quasi zu einer Art Gewitter im Gehirn. Normalerweise ist die
Aktivität der Milliarden von Nervenzellen im Gehirn genau
aufeinander abgestimmt. Bei Epilepsiekranken ist dieses
Gleichgewicht zeitweilig gestört. Die Nervenzellen feuern in
kurzer Zeit viele elektrische Impulse ab. Diese untypischen
Entladungen breiten sich im Gehirn aus. Die Folge ist, dass die
Arme und Beine des Patienten zu zucken beginnen. Er verliert die
Kontrolle über seinen Körper und kann bewusstlos werden. Etwa
eine halbe Million Menschen leiden in Deutschland an
Epilepsie.
Epilepsie ist keine
"Geisteskrankheit", sie schränkt die geistige
Leistungsfähigkeit nicht ein. Julius Caesar, Berlioz, Paganini,
van Gogh und Dostojewski waren auch Epileptiker und bewiesen
dies.
MRB
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