Schnupfen
Eine laufende Nase ist das typische Symptom
einer beginnenden Erkältung. Häufiges Niesen und eine laufende
Nase sollen die Krankheitserreger aus der Nase hinausbefördern.
Hat sich die Infektion trotzdem festgesetzt, entzündet sich die
Schleimhaut, mit der die Nasenhöhlen ausgekleidet sind. Dies
äußert sich in einer Schwellung, die zu dem Gefühl der
verstopften Nase führt. Durch die Verstopfung steigt die
Innentemperatur der Nase an. Dies ist sehr ungünstig für die
Vermehrung der Schnupfenviren, denn diese benötigen zur
Vermehrung Temperaturen unterhalb der Körpertemperatur. Diese
Bedingungen herrschen normalerweise in der Nase vor, wenn diese
durch die Atemluft gekühlt wird.
Nasennebenhöhlenbeschwerden
Ein gewöhnlicher Schnupfen kann zu einer
Verlegung der Ausgänge der Nasennebenhöhlen führen. Die darin
enthaltene Flüssigkeit kann dann nicht mehr abtransportiert
werden. Sie bietet Bakterien einen idealen Nährboden. Auch der
Luftaustausch ist behindert, wodurch sich der normale Druck in
der Nasennebenhöhle verändert. Nasennebenhöhlenentzündungen
äußern sich in starken Kopfschmerzen, vor allem im Stirn –
und Wangenbereich.
Mittelohrbeschwerden
Das Mittelohr ist (wie die Nasennebenhöhlen)
eine kleine Luftkammer, die mit dem Haupt-Luftweg der Nase durch
eine kleine Öffnung verbunden ist. Ist als Folge einer Erkältung
die Öffnung verstopft, sammelt sich dort Flüssigkeit Diese ist
ein gutes Nährmedium für Mikroorganismen. Durch die Verstopfung
verändert sich der dort normalerweise herrschende Druck und
dieses verursacht starke Schmerzen.
Halsschmerzen
Der trockene,
kratzende Hals ist oft das erste Anzeichen einer Erkältung. Viren
können im Rahmen einer Erkältung eine Entzündung des Kehlkopfes
verursachen (akute Pharyngitis). Bakterielle Infektionen treten
auf, wenn die Viren die Schleimhäute so stark geschädigt haben,
daß die Immunabwehr nicht mehr richtig funktioniert. Folgen der
Virusinfektion sind gerötete und geschwollene Stimmbänder sowie
eine heisere Stimme. Wenn auf die leichten Schmerzen zu Beginn
der Erkältung ein paar Tage später stärkere Schmerzen folgen, so
deutet dies auf eine zusätzliche Infektion des Rachens, zum
Beispiel mit Bakterien, hin. Meist hängt die Stärke der
Halsschmerzen aber mit der Verstopfung der Nase zusammen. Bei
stark verstopfter Nase wird durch den Mund geatmet. Dies trocknet
den Rachen zusätzlich aus und reizt ihn, wodurch sich die
Schmerzen verschlimmern.
Warum sind Fieber und Kopfschmerzen seltener als bei einer
echten Grippe?
Beides sind typische Symptome einer
bakteriellen Infektion oder einer Grippe. Begleiten sie banale
Erkältungskrankheiten, sind die Symptome wesentlich schwächer.
Meistens sind Kinder vom Fieber betroffen. Genau andersherum ist
es mit den Kopfschmerzen: sie treten häufiger bei Erwachsenen
auf. Fieber erweitert die Blutgefäße im Gehirn, dadurch entstehen
typische pulsierende Schmerzen. Ein anderer Typ, der sogenannte
Spannungskopfschmerz, tritt als Folge von Stress oder Ermüdung
auf und zwar vor allem dann, wenn durch die Erkältung die
normalen Tagesaktivitäten behindert werden. Sind die
Nasennebenhöhlen verstopft, so äußert sich dies in heftigen
Schmerzen vor allem hinter der Stirn. Sind zusätzlich die
Kiefernhöhlen verschlossen, so kann der Schmerz auch die Wangen
oder den Oberkiefer betreffen.
Welche Arten von Husten treten auf?
Der Husten ist wichtig zur Reinigung der
Atemwege. Gleichzeitig ist es auch ein Schutzreflex. Der akute
Husten, der mit einer Virusinfektion einhergeht, ist meistens
trocken und tritt anfallsartig auf. Im Verlauf der Erkältung
kommt es zu einer Zunahme der Produktion von Schleim in den
Atemwegen. Der Schleim muss abgehustet werden, damit sich keine
Bakterien einnisten können. Viele Leute klagen auch nach einer
Erkältung einige Tage lang noch über einen trockenen
Anfallshusten, der nach Einatmen von kalter Luft oder
Zigarettenrauch auftritt. In diesen Fällen reagieren die Atemwege
schlichtweg überempfindlich.
Verwendete Literatur