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Welche Symptome zeigen Erkältungskrankheiten?

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen - wie entstehen diese Krankheitszeichen?

Schnupfen

Eine laufende Nase ist das typische Symptom einer beginnenden Erkältung. Häufiges Niesen und eine laufende Nase sollen die Krankheitserreger aus der Nase hinausbefördern. Hat sich die Infektion trotzdem festgesetzt, entzündet sich die Schleimhaut, mit der die Nasenhöhlen ausgekleidet sind. Dies äußert sich in einer Schwellung, die zu dem Gefühl der verstopften Nase führt. Durch die Verstopfung steigt die Innentemperatur der Nase an. Dies ist sehr ungünstig für die Vermehrung der Schnupfenviren, denn diese benötigen zur Vermehrung Temperaturen unterhalb der Körpertemperatur. Diese Bedingungen herrschen normalerweise in der Nase vor, wenn diese durch die Atemluft gekühlt wird.

Nasennebenhöhlenbeschwerden

Ein gewöhnlicher Schnupfen kann zu einer Verlegung der Ausgänge der Nasennebenhöhlen führen. Die darin enthaltene Flüssigkeit kann dann nicht mehr abtransportiert werden. Sie bietet Bakterien einen idealen Nährboden. Auch der Luftaustausch ist behindert, wodurch sich der normale Druck in der Nasennebenhöhle verändert. Nasennebenhöhlenentzündungen äußern sich in starken Kopfschmerzen, vor allem im Stirn – und Wangenbereich.

Mittelohrbeschwerden

Das Mittelohr ist (wie die Nasennebenhöhlen) eine kleine Luftkammer, die mit dem Haupt-Luftweg der Nase durch eine kleine Öffnung verbunden ist. Ist als Folge einer Erkältung die Öffnung verstopft, sammelt sich dort Flüssigkeit Diese ist ein gutes Nährmedium für Mikroorganismen. Durch die Verstopfung verändert sich der dort normalerweise herrschende Druck und dieses verursacht starke Schmerzen.

Halsschmerzen

Der trockene, kratzende Hals ist oft das erste Anzeichen einer Erkältung. Viren können im Rahmen einer Erkältung eine Entzündung des Kehlkopfes verursachen (akute Pharyngitis). Bakterielle Infektionen treten auf, wenn die Viren die Schleimhäute so stark geschädigt haben, daß die Immunabwehr nicht mehr richtig funktioniert. Folgen der Virusinfektion sind gerötete und geschwollene Stimmbänder sowie eine heisere Stimme. Wenn auf die leichten Schmerzen zu Beginn der Erkältung ein paar Tage später stärkere Schmerzen folgen, so deutet dies auf eine zusätzliche Infektion des Rachens, zum Beispiel mit Bakterien, hin. Meist hängt die Stärke der Halsschmerzen aber mit der Verstopfung der Nase zusammen. Bei stark verstopfter Nase wird durch den Mund geatmet. Dies trocknet den Rachen zusätzlich aus und reizt ihn, wodurch sich die Schmerzen verschlimmern.

Warum sind Fieber und Kopfschmerzen seltener als bei einer echten Grippe?

Beides sind typische Symptome einer bakteriellen Infektion oder einer Grippe. Begleiten sie banale Erkältungskrankheiten, sind die Symptome wesentlich schwächer. Meistens sind Kinder vom Fieber betroffen. Genau andersherum ist es mit den Kopfschmerzen: sie treten häufiger bei Erwachsenen auf. Fieber erweitert die Blutgefäße im Gehirn, dadurch entstehen typische pulsierende Schmerzen. Ein anderer Typ, der sogenannte Spannungskopfschmerz, tritt als Folge von Stress oder Ermüdung auf und zwar vor allem dann, wenn durch die Erkältung die normalen Tagesaktivitäten behindert werden. Sind die Nasennebenhöhlen verstopft, so äußert sich dies in heftigen Schmerzen vor allem hinter der Stirn. Sind zusätzlich die Kiefernhöhlen verschlossen, so kann der Schmerz auch die Wangen oder den Oberkiefer betreffen.

Welche Arten von Husten treten auf?

Der Husten ist wichtig zur Reinigung der Atemwege. Gleichzeitig ist es auch ein Schutzreflex. Der akute Husten, der mit einer Virusinfektion einhergeht, ist meistens trocken und tritt anfallsartig auf. Im Verlauf der Erkältung kommt es zu einer Zunahme der Produktion von Schleim in den Atemwegen. Der Schleim muss abgehustet werden, damit sich keine Bakterien einnisten können. Viele Leute klagen auch nach einer Erkältung einige Tage lang noch über einen trockenen Anfallshusten, der nach Einatmen von kalter Luft oder Zigarettenrauch auftritt. In diesen Fällen reagieren die Atemwege schlichtweg überempfindlich.

Verwendete Literatur

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Letzte Änderung: 11.01.2007