Arzneimittel gegen Schnupfen
Schnupfen kann mit verschiedenen Arzneistoffen aus der Gruppe der Alpha-Sympathomimetika behandelt werden. Meistens werden diese Arzneistoffe in Form von Nasentropfen verabreicht.
Ein banaler Schnupfen kann bei ansonsten
gesunden, erwachsenen Personen durchaus in eigener Regie
behandelt werden. Gehen die Beschwerden aber trotz Behandlung
nicht nach 2-3 Tagen zurück oder leiden Sie an Krankheiten, die
das Immunsystem schwächen, an Atemwegserkrankungen wie Asthma und
chronischer Bronchitis oder Herzproblemen (z.B. Problemen mit den
Herzklappen), so ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich. Auch
Personen, die unter Erkrankungen leiden, die die Einnahme von
Medikamenten erforderlich machen, die das Immunsystem schwächen
(z.B. Rheumapatienten) sollten ihren Arzt befragen. Bei Kindern
sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden.
Wenn zu Beginn einer Erkältung
Abgeschlagenheit, Halskratzen, Frösteln und Niesen auftreten,
kann eine Schwitzkur durchgeführt werden. Dazu werden 500 –
1000 mg Acetylsalicylsäure . mit heißem Tee aus
Lindenblüten . eingenommen. Es schließt sich für
ca. 15 Minuten ein heißes Erkältungsbad an. Um danach richtig zu
schwitzen, wird eine Stunde Bettruhe empfohlen.
Läuft die Nase schon und tränen die Augen,
sind Nasentropfen angezeigt. Die meisten Arzneistoffe gehören in
die Gruppe der
Alpha-Sympathomimetika. Diese Arzneistoffe stimulieren den
Sympathicus, einen wichtigen Nerv des vegetativen, also
unwillkürlichen, Nervensystems und führen so zu einer
Abschwellung der Nasenschleimhäute. Zu dieser Gruppe gehören
folgende Arzneistoffe:
·
Xylometazolin
Nach Möglichkeit sollten Nasensprays ohne
Konservierungsmittel verwendet werden. Die Sprays sollten nur so
lange benutzt werden, wie dies in der Packungsbeilage empfohlen
wird. Konservierungsmittel können genauso wie die oben genannten
Arzneistoffe bei längerem Gebrauch die Nasenschleimhaut schädigen
und so zu Dauerschnupfen führen.
Wenn der Schnupfen in ein schleimiges
Stadium mit dickem Sekret übergeht, sollten die oben genannten
Nasentropfen oder –sprays nicht mehr angewendet werden.
Besser ist dann die Inhalation von ätherischen Ölen, die den
zähen Schleim lösen. Dazu gehören zum Beispie
·
Menthol
Ätherische Öle sollten nicht bei Kindern
oder bei Menschen, die unter Asthma leiden angewendet werden. Um
die gereizte Nasenschleimhaut zu beruhigen, empfehlen sich
Nasensprays, eine der folgenden Substanzen enthalten:
·
0,9 %ige
(„physiologische“) Natriumchloridlösung
·
Extrakte aus
Kamillenblüten
Sind die Nasennebenhöhlen verstopft, werden
in erster Linie Antibiotika vom Arzt verordnet.
Unterstützend helfen
Inhalationen mit ätherischen Ölen oder Präparate, die Extrakte
aus Primelwurzel oder Myrtol
enthalten.
Bei Mittelohrbeschwerden, die sich in Form
verstopfter Ohren und Ohrensausen äußern, helfen am besten
abschwellende Tropfen für die Nase sowie Wärme (zum Beispiel ein
um den Kopf gebundener Schal oder Bestrahlung mit einer
Infrarotlampe). Ist die Nase wieder frei, verschwinden meist auch
die Ohrenschmerzen. Ist dies nicht der Fall, so besteht der
Verdacht einer Mittelohrentzündung und der Arzt wird Antibiotika
verordnen.
Verwendete Literatur
meth
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