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Wie stellt der Arzt Hepatitis fest?

Da die allgemeinen Krankheitszeichen einer Hepatitis sehr unspezifisch sind, wird eine Hepatitis oft nicht sofort erkannt. Symptome wie Müdigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen können auf viele Krankheiten hinweisen.

Ein typisches Symptom ist die Gelbsucht, bei der sich Haut und das Weiße der Augen gelblich verfärben. Der Urin ist meist dunkel und der Stuhl hellgrau. Da die Gelbsucht aber bei vielen Patienten gar nicht auftritt, wird die richtige Diagnose oft erst spät gestellt.

Bei der körperlichen Untersuchung kann der Arzt eine vergrößerte Leber ertasten. Durch eine Ultraschalluntersuchung können die Entzündungsherde erkannt werden.

Hat der Arzt einen Verdacht auf Hepatitis, wird er Blut abnehmen und es im Labor untersuchen lassen. Oft sind im Blut die sogenannten "Leberwerte" erhöht. Dies allein ist allerdings noch kein ausreichender Hinweis auf eine Hepatitis, da eine Erhöhung der Leberwerte verschiedene Ursachen haben kann. Erst durch den Nachweis typischer Abwehrstoffe gegen das Hepatitis-Virus kann eine Hepatitis sicher festgestellt werden. Gegen jedes Virus entwickelt der Körper einen ganz bestimmten Abwehrstoff, so dass man daraus ersehen kann, an welche Art von Hepatitis der Patient leidet. Nach einer überstandenen Infektion findet man typische Antikörper gegen das betreffende Virus. Diese Antikörper sorgen im Fall der Hepatitis A und B dafür, dass man vor einer erneuten Ansteckung geschützt ist.

Bei einer chronischen Hepatitis ist oft eine Leberbiopsie sinnvoll. Dabei wird unter örtlicher Betäubung mit einer langen Nadel eine Gewebeprobe der Leber entnommen. Im Labor kann daran untersucht werden, wie weit die Entzündung fortgeschritten ist und ob vielleicht schon eine Leberzirrhose besteht.

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Letzte Änderung: 29.07.2003