Was ist bei Hepatitis C wichtig?
Bei Hepatitis C können zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit zwei Wochen bis sechs Monate liegen.
Bei nur einem Viertel der Infizierten
entwickelt sich eine akute Hepatitis, wobei die Symptome meist
recht mild sind:
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Grippeähnliche Symptome
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Bauchschmerzen
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Übelkeit
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Gelbsucht tritt bei der Hepatitis C nur selten auf.
Bei den restlichen drei Vierteln der
Infizierten verläuft die Erkrankung völlig unbemerkt. Tödliche
Verläufe auf Grund der akuten Hepatitis C sind die große
Ausnahme.
Bei 50 bis 80 Prozent der Erkrankungsfälle
entwickelt sich eine chronische Hepatitis C, die Erreger sind also
länger als sechs Monate im Körper nachweisbar. Auch die
chronische Infektion verläuft über viele Jahre mit nur leichten
Symptomen: Etwa zwei Drittel der Patienten klagen über:
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Müdigkeit
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unklare Oberbauchbeschwerden
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nachlassendes Leistungsvermögen.
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Juckreiz
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Gelenkbeschwerden.
Bei etwa 20 Prozent der Erkrankten
entwickelt sich nach 20 bis 30 Jahren eine Leberzirrhose, bei der
die Leberzellen absterben und ihre Funktion nicht mehr ausüben
können. Diese Patienten haben auch ein hohes Risiko, einen
Leberkrebs zu entwickeln.
Behandlung
Die akute Hepatitis-C-Erkrankung wird durch
allgemeine Maßnahmen wie körperliche Schonung, Bettruhe,
Vermeiden von leberbelastenden Substanzen wie Alkohol oder
Medikamenten, soweit sie nicht lebensnotwendig sind, behandelt.
Der Patient sollte eine fettarme und kohlehydratreiche Kost zu
sich nehmen. Wenn die akute Erkrankung schnell diagnostiziert
wurde, kann durch eine sofort begonnene Therapie mit Interferon-alphaein chronischer
Verlauf fast immer verhindert werden.
Die Therapie der chronischen Hepatitis C
sollte durch einen in dieser Behandlung erfahrenen Arzt erfolgen.
Die Therapie erfolgt mit
PEG-Interferon-alpha, meist in Kombination mit dem
virenhemmenden Wirkstoff
Ribavirin. Diese Behandlung hat in etwa 50 Prozent der
Fälle Erfolg. Je nach Untertyp des Virus sind die Ansprechraten
auch noch höher.
Vorbeugen
Da die Ansteckung wohl hauptsächlich über
den Blutweg stattfindet, sollte bei Tätowierungen, Piercings oder
Ohrlochstechen strenge Hygiene eingehalten werden. Vorsicht ist
auch geboten bei Injektionen oder Akupunkturbehandlungen durch
nichtmedizinisches Personal. Dass keine Injektionsnadeln oder
Spritzbestecke mit anderen Personen geteilt werden, dürfte
selbstverständlich sein.
Körperpflegeartikel wie Rasierapparate,
Zahnbürsten oder Nagelscheren sollten nicht gemeinsam mit anderen
Personen benutzt werden, da die Viren schon durch kleinste
Verletzungen übertragen werden können.
Bluttransfusionen, durch die sich vor
Entwicklung eines Virustests viele Menschen angesteckt haben,
werden heutzutage u. a. auf Hepatitis C getestet. Da es aber eine
kurze Phase gibt, in der das Virus noch nicht nachweisbar ist,
besteht ein geringes Restrisiko. Falls eine größere Operation
geplant ist, kann unter Umständen vorher eine Eigenblutspende
abgegeben werden.
gwil
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