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Welche Arzneimittel werden gegen verlangsamte Herzfrequenz eingesetzt?

Zur kurzfristigen medikamentösen Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit verlangsamter Herzschlagfolge (einschließlich Blockierung des Atrioventrikularknotens) werden Beta-Adrenozeptor-Agonisten und Parasympatholytika eingesetzt.


Führt die medikamentöse Therapie nicht zum Erfolg oder bestehen über längere Zeit stärkere Herzrhythmusstörungen, muss ein elektrischer Schrittmacher implantiert werden.

 

Wie wirken Beta-Adrenozeptor-Agonisten?

Diese Stoffe lagern sich an die sogenannten Beta-Rezeptoren in den Nervenleitbahnen an. Sie bewirken durch eine Erhöhung des Einstromes von Kalziumionen in die Zellen und eine Beschleunigung des Auswärtsstromes von Kaliumionen aus den Zellen den elektrischen Erregungsablauf im Herzen. Schon bei normaler und insbesondere bei Überdosierung von Beta-Adrenozeptor-Agonisten besteht die Gefahr von unregelmäßigen Herzschlagfolgen durch eine erhöhte Erregbarkeit der Kammermuskulatur. Weitere unerwünschte Wirkungen sind Zittern, Angstzustände und verstärktes Schwitzen.

Wirkstoffe sind beispielsweise:

  • Epinephrin (Adrenalin)
  • Isoprenalin
  • Orciprenalin

 

Wie wirken Parasympatholytika?

Diese auch als m-Cholinozeptor-Antagonisten bezeichneten Stoffe blockieren die Übertragung der Nervensignale an den so genannten Muscarin-Rezeptoren. Durch diese Blockade wird die Herzfrequenz gesteigert.

Als Nebenwirkungen sind die verminderte Speichel- und Tränensekretion, die Pupillenerweiterung mit Lichtempfindlichkeit und erhöhtem Augeninnendruck, die Störung des Einstellens der Sehschärfe (Akkomodation) und die Erschlaffung der glatten Muskulatur zu nennen.

Wirkstoffe sind beispielsweise:

  • Atropin 
  • Ipratropiumbromid

 

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Letzte Änderung: 11.01.2007