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Was ist ein Heuschnupfen?

Heuschnupfen und allergische Bindehautentzündung sind allergische Reaktionen der Nasenschleimhaut und der Augenbindehaut auf Allergie-Auslöser wie Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Tierhaare.

Jeder Mensch leidet gelegentlich unter Niesreiz, einer laufenden oder verstopften Nase. Dauern diese Probleme länger als eine Stunde pro Tag an, definieren Mediziner den Zustand als krankhaft. Liegt den Beschwerden eine allergische Ursache zugrunde, sprechen Ärzte von einer allergischen Rhinitis. Auch die Augen können von einer Allergie betroffen sein und es kann eine allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis) vorliegen.

Am häufigsten sind Pollen die Auslöser für die allergische Rhinitis und Bindehautentzündung. Dabei können Pollen von Bäumen, Kräutern und Gräsern die Allergie herbeiführen. So ist auch der Begriff "Heuschnupfen" entstanden, weil viele Menschen auf die blühenden Gräser während der Heu-Ernte allergisch reagieren. Aber auch Sporen von Schimmelpilzen, tierische Eiweiße, die an Hautschuppen und Haaren kleben, und der Kot der Hausstaubmilben können Allergien auslösen. Der korrekte Überbegriff "allergische Rhinitis" wird in diesem Text vereinfacht durch den Begriff Heuschnupfen ersetzt.

 

Wie entsteht eine Allergie an Nase und Augen?

In der Luft schweben all diese Allergie-Auslöser umher. Beim Einatmen oder Umherfliegen treffen sie auf die Nasenschleim- und Augenbindehaut. Dort lösen sie sich im Nasensekret oder Tränenfilm. Zellen des Immunsystems schwimmen herbei. Jetzt startet ein komplizierter Ablauf, bei dem zahlreiche Zellen des Immunsystems und Botenstoffe mit den Allergie-Auslösern und untereinander reagieren.

Auch die Mastzellen spielen dabei eine Rolle. Sie sind mit Antikörpern gespickt wie ein Nadelkissen mit Stecknadeln. Die Antikörper erkennen jeweils nur einen der vielen möglichen Allergie-Auslöser, zum Beispiel nur Birkenpollen. Die Antikörper haften sich fest an den Allergie-Auslöser. Das bringt die Mastzellen dazu aufzuplatzen und den Botenstoff Histamin freizusetzen. Histamin verursacht zahlreiche Allergie-Symptome. Weitere Botenstoffe des Immunsystems fördern eine chronische Entzündung der Schleimhäute.

 

Wie häufig tritt Heuschnupfen in der Bevölkerung auf?

Unter Heuschnupfen leiden 15 bis 20 Prozent der Menschen aus industrialisierten Ländern, inklusive der leicht verlaufenden Fälle. Zehn Prozent leiden unter einer Pollen-Allergie, zwei bis vier Prozent unter einer Allergie auf Milben, Tiere und Schimmelpilze. Nur sieben Prozent lassen sich mit Arzneimitteln behandeln, und zwei Prozent werden hyposensibilisiert.

 

Verwendete Literatur

 

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Letzte Änderung: 11.01.2007