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Welche Arzneistoffe werden bei KHK eingesetzt?

Arzneistoffe gegen koronare Herzkrankheit entlasten das Herz und verringern das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden. Es stehen drei Wirkstoffgruppen zur Verfügung: Nitrate, Betablocker und Calciumantagonisten.

Wie wirken Nitrate?

Im Körper wird aus diesen Verbindungen Stickstoffmonoxid freigesetzt. Dieses erweitert die Arterien und vor allem die Venen. Das Herz wird entlastet, sein Sauerstoffbedarf sinkt. Von Nitrattoleranz spricht man, wenn sich der Körper an den Wirkstoff gewöhnt hat und dieser unwirksam wird. Nitrate sollten deshalb nicht ununterbrochen eingenommen werden. Um wieder die volle Wirkung zu erreichen, sollte natürlich nur in Rücksprache mit dem Arzt immer ein sechs- bis achtstündiges nitratfreies Intervall eingehalten werden. Zu Beginn der Therapie kommt es häufig zu Gesichtsrötung und pulsierenden Kopfschmerzen.

Wirkstoffe sind beispielsweise:

  • Glycerolnitrat
  • Isosorbiddinitrat
  • Isosorbid-5-mononitrat
  • Pentaery-thrityltetra- nitrat

Molsidomin wirkt ebenso wie die Nitrate. Im Körper wird das wirksame Stickstoffmonoxid freigesetzt. Es wirkt nur zur Vorbeugung, nicht beim akuten Anfall.

Wie wirken Betablocker?

Betablocker (auch ß-Rezeptorenblocker genannt) werden zur Vorbeugung eines Anfalls eingesetzt. Sie wirken besonders gut, wenn körperlicher und emotionaler Stress der Auslöser  der Beschwerden sind. ß-Blocker verhindern einen Anstieg des Pulsschlags. Das Herz benötigt so weniger Sauerstoff. Kopfschmerzen und Schwindel sind die häufigsten Nebenwirkungen. Betablocker dürfen nicht abrupt abgesetzt werden, da dies einen Anfall auslösen kann.

Wirkstoffe sind beispielsweise:

  • Acebutolol
  • Aenolol
  • Alprenolol
  • Betaxolol
  • Bisoprolol
  • Bupranolol
  • Carazolol
  • Carteolol
  • Carvedilol
  • Celiprolol
  • Mepindolol
  • Metipranolol
  • Metoprolol
  • Nadolol
  • Nebivolol
  • Oxprenolol
  • Penbutolol
  • Pindolol
  • Propranolol
  • Sotalol
  • Talinolol

Wie wirken Calciumantagonisten?

Sie verringern die Herzarbeit und somit den Sauerstoffbedarf des Herzmuskels durch Blockade der Calciumkanäle. Außerdem sind sie in der Lage, Verkrampfungen der Herzkranzgefäße zu lösen.

Wirkstoffe sind beispielsweise:

  • Amlodipin
  • Felodipn
  • Isradipin
  • Lacidipin
  • Nicardipin
  • Nifedipin
  • Nilvadipin
  • Nimodipin
  • Nisoldipin
  • Nitrendipin
  • Verapamil
  • Gallopamil
  • Diltiazem
  • Fendilin

Wie wirken Thrombozytenagregationshemmer?

Zusätzlich kommen noch Wirkstoffe zum Einsatz, die das Zusammenklumpen der Blutplättchen verhindern. Man bezeichnet sie als Thrombozytenaggregationshemmer. Die Fliesseigenschaften des Blutes werden durch sie verbessert. Schon die Einnahme von 100 Milligramm Acetylsalicylsäure täglich reicht aus, um das Herzinfarktrisiko deutlich zu senken. Wenn Acetylsalicylsäure nicht vertragen wird, sollten Wirkstoffe wie Ticlopidin oder Clopidrogel eingenommen werden.

Verwendete Literatur

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Letzte Änderung: 01.07.2005