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Was unterscheidet Migräne von Kopfschmerzen vom Spannungstyp?

Migräne und Kopfschmerzen vom Spannungstyp werden tabellarisch miteinander verglichen.

Was unterscheidet Migräne und Kopfschmerzen vom Spannungstyp?

 

Kopfschmerzen vom Spannungstyp

Migräne

Auftreten

keine besondere Charakte­ristik

anfallartig; zwischen den Attacken Schmerzfreiheit

Lokalisation

in erster Linie beidseitig lokalisiert

Häufig einseitig lokalisiert

Art der Schmerzen

dumpf oder drückend, "Schraubstockgefühl"

pulsierend oder pochend

Intensität

mittelstark

stark bis mittelstark

Begleiterscheinung

sehr selten Übelkeit, kein Er­brechen; eventuell Lärm- und Lichtempfindlichkeit

Übelkeit und/oder Erbrechen; Lärm-, Licht- und Geruchs­empfindlichkeit (Aura in 10% der Fälle)

Körperliche Arbeit

keine Verstärkung, eventuell sogar Besserung

Verstärkung

Dauer

30 Minuten bis 7 Tage, bei chronischer Verlaufsform auch Dauerschmerz

4 bis 72 Stunden

Aktuelle Arbeitsfähigkeit

leicht eingeschränkt

erheblich eingeschränkt

Durchschnittliche Häufigkeit

 

Mehr als 35 Tage im Jahr

34 Tage im Jahr

 

Häufigkeit

bei Frauen und Männern gleich

Frauen sind stärker als Män­ner betroffen (ca. 3:1)

Auftreten

in jedem Lebensalter, Ausnahme bei den chroni­schen Kopfschmerzen vom Spannungstyp: Zunahme mit höherem Lebensalter

Häufigkeit steigt bis zum

40. Lebensjahr an und nimmt dann ab, weniger häufig in den höheren Altersgruppen

 

Migräneattacken kündigen sich mit Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, Heißhunger und unter Umständen auch einer Aura an. Unter einer Aura versteht man veränderte Wahrnehmungen mit vorübergehenden Seh­störungen wie Flimmern, Blitzen vor den Augen, Doppelbildern und andere neurologische Ausfallerscheinungen. Nach etwa einer Stunde beginnen die eigentlichen Kopfschmerzen.

Neben den beiden Kopfschmerzarten Migräne und Kopfschmerz vom Spannungstyp gibt es weitere. Die Entscheidung, zu welchem Typ die individuellen Kopfschmerzen eines Patienten gehören, stellt der Arzt nach einem ausführlichen Gespräch und weiteren Untersuchungen. Ein Kopfschmerztagebuch erleichtert die Diagnose.

Verwendete Literatur

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Letzte Änderung: 27.08.2003