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Welche Ursachen für Kopfschmerzen sind möglich?

Die Auslöser für Kopfschmerzen sind vielfältig: Stress, Verspannungen, hormonelle Störungen oder Hunger sind nur einige. Auch Arzneimittel kommen als Ursache in Frage.

Kopfschmerzen vom Spannungstyp

Eine Verspannung der Schulter- oder Nackenmuskulatur, wie der Name vermuten lässt, ist nicht immer der Grund für diese Kopfschmerzen. Vermutlich ist das körper­eigene Schmerzabwehrsystems eine Ursache, genauer gesagt ein Mangel an dem Botenstoff Serotonin.

Als auslösende Faktoren kommen in Frage:

  • Dauerstress im Berufs- und Privatleben
  • muskulärer Stress, zum Beispiel durch Fehlhaltungen, monotones Sitzen am Arbeitsplatz
  • ungünstige Schlafpositionen
  • ungünstiger Lichteinfall
  • Medikamentenmissbrauch
  • zu wenig Schlaf
  • Funktionsstörungen des Kauapparats
  • Depressionen, Angst
  • Wetterwechsel.

In der Anfangsphase können diese Faktoren den Kopfschmerz auslösen, während später keine direkte Abhängigkeit von äußeren Faktoren mehr feststellbar ist.

Migräne

Für eine Migräneattacke sind sowohl entzündliche als auch durchblu­tungsbedingte Krankheitsmechanismen verantwortlich. Auch hier ist der Botenstoff Serotonin beteiligt. Eine Migräne ist ursächlich nicht heilbar, kann aber in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden.   

Häufig auftretende Auslösefaktoren für Migräne sind:

  • Wechsel im Schlaf-Wach-Rhythmus
  • hormonelle Einflüsse (besonders bei Frauen)
  • bevorstehende Stresssituationen bzw. die Entspannung danach (sogenannte "Sonntagmorgen-Migräne")
  • Hunger
  • Wetterwechsel
  • Genussmittel, z. B. Alkohol, Nikotin
  • bestimmte Nahrungsmittel, z. B. reifer Käse, bittere Schokolade, Milch, Bananen, geräucherte Speisen.

Kopfschmerz, der durch Schmerzmittel verursacht wurde

Die regelmäßige, (fast) tägliche Einnahme von Schmerzmitteln kann Dauerkopfschmerz auslösen. Diese werden besonders von verschreibungspflichtigen Kombinationspräparate hervorgerufen, die unter anderem Bestandteilen des Mutterkorns ("Ergotalkaloide") enthalten. Dieser durch Schmerzmittel verursachte Kopfschmerz wird oft chronischen Kopfschmerzen verwechselt.

Hier hilft nur der Medikamentenentzug unter ärztlicher Aufsicht. Zur Vorbeugung dieses schmerzmittelverursachten Kopfschmerzes gilt für die Selbstmedikation daher die Regel, Schmerzmittel maximal an zehn Tagen pro Monat einzusetzen.

Kopfschmerz als Nebenwirkung von Medikamenten

Daneben können auch andere Medikamente Kopfschmerzen auslösen, z. B.

  • Nitrate (besonders zu Beginn der Therapie)
  • Calciumantagonisten
  • Hormonpräparate
  • Theophyllin, das beispielsweise gegen Asthma eingesetzt wird

Verwendete Literatur

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Letzte Änderung: 27.08.2003