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Welche nichtmedikamentösen Maßnahmen gibt es gegen Magenerkrankungen?

Arzneimittel sind die eine Möglichkeit zur Behandlung, Psychotherapie, Diät und bestimmte Verhaltensregeln die andere. Was Letztere versprechen und was sie halten, lesen Sie hier.

Wie bekommt man Sodbrennen ohne Medikamente in den Griff?

Es gibt eine Reihe von begleitenden Maßnahmen, mit der sich das Aufsteigen der Salzsäure in der Speiseröhre verhindern beziehungsweise eindämmen lässt.

  • Mindestens 70 Prozent der Sodbrennen-Geplagten sind übergewichtig. Jedes Kilo mehr drückt auf den Magen, jedes Kilo weniger reduziert die Beschwerden.
  • Nach 18 Uhr nicht mehr zu üppig essen. Vorsicht mit Speisen, die lange im Magen verweilen, wie Hülsenfrüchte oder Ölsardinen. Schokolade kurbelt die Säureproduktion an beziehungsweise verlängert die Magenverweildauer.
  • Keinen Alkohol trinken, nicht rauchen.
  • Nicht in gebückter Haltung arbeiten und nichts Schweres heben.
  • Mit erhöhtem Oberkörper schlafen.
  • Wer nachts mit Sodbrennen aufwacht, sollte sich auf die linke Seite legen, um wieder einzuschlafen. "Rechtsschläfer" haben doppelt so häufig Sodbrennen wie "Linksschläfer".

Welche Allgemeinmaßnahmen helfen gegen Reizmagen?

  • Psychotherapie
  • Diätetische Maßnahmen. Aber: Mehr als Symptome mildern kann man durch spezielle Lebensmittel nicht. Jeder Patient muss für sich selbst herausfinden, was dem Magen gut tut oder ihn über Gebühr belastet.
  • Physikalische Therapie wie feuchtwarme Bauchwickel
  • Sportliche Aktivität

Was bringt die Psychotherapie bei Reizmagen?

Untersuchungen haben ergeben, dass die Kombination der medikamentösen Behandlung mit einer Psychotherapie der alleinigen Pharmakotherapie überlegen ist. Sowohl die amerikanischen, britischen als auch die deutschen gastroenterologischen Fachgesellschaften empfehlen in ihren Richtlinien "eine psychotherapeutische Behandlung dann, wenn die Beschwerden nicht ausreichend auf die internistische Standardbehandlung ansprechen, wenn die Beschwerden deutlich von psychischen Faktoren abhängen, zum Beispiel bei Stress, und wenn psychische Begleitstörungen bestehen".

Die Psychotherapie führt nicht dazu, dass die Beschwerden vollständig verschwinden. Den Betroffenen soll dadurch vielmehr klar werden, wie man trotz der Beschwerden mit einem Reizmagen gut leben kann. Durch die Psychotherapie soll der Patient lernen, seine Symptome weniger stark zu bewerten und eine bessere Lebensqualität trotz Symptomen zu erreichen.

Genauso wie es unterschiedliche Medikamente gibt, existieren auch unterschiedliche psychotherapeutische Behandlungsansätze. Gute Erfahrungen existieren zu drei Verfahren:

  • Bei der kognitiven Verhaltenstherapie geht es darum, dass die Patienten Verständnis für ihre Symptome entwickeln, dass sie lernen, anders mit den Beschwerden und mit Stress umzugehen. Sie lernen Entspannungsmethoden.
  • Die Hypnosebehandlung arbeitet mit Suggestion und inneren Bildern.
  • Die dritte Behandlungsmethode, die sich bewährt hat, ist die psychodynamische Psychotherapie, die für Patienten geeignet ist, bei denen ständige innere Konflikte die Magen-Darm-Symptomatik unterhalten.

Gibt es eine Diät gegen Reizmagen?

Viele Betroffene sind der Meinung, dass die Art der Ernährung von großer Bedeutung dafür ist, ob man an einem Reizmagen erkrankt und wie gravierend die Unannehmlichkeiten sind. Tatsache ist jedoch, dass man sich eine funktionelle Dyspepsie nicht "anessen" kann. Und die Möglichkeiten, die Beschwerden mit diätetischen Maßnahmen in den Griff zu bekommen, sind begrenzt. Mehr als Symptome mildern kann man durch spezielle Lebensmittel jedoch nicht. Jeder Patient muss für sich selbst herausfinden, was dem Magen gut tut oder ihn über Gebühr belastet.

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten stecken nur selten hinter einem Reizmagen. Von einer Nahrungsmittelallergie ist lediglich dann auszugehen, wenn neben Magen-Darm-Beschwerden gleichzeitig Symptome auf der Haut und/oder den Atemwegen auftreten. Auch eine Laktoseintoleranz (Unverträglichkeit von Milchzucker) tritt bei Reizmagen-Patienten nicht häufiger auf als bei Gesunden.

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Quelle: wolf

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Letzte Änderung: 24.02.2003