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Wie können Sie Magenerkrankungen vorbeugen?

Kluge Köpfe beugen vor. Wie? Wer die Ursachen und Risikofaktoren kennt, vermeidet diese.


Lässt sich Sodbrennen vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen ergeben sich aus den Ursachen und Risikofaktoren. Da die Säure für die Beschwerden verantwortlich zeichnet, gilt es, sie zu beseitigen beziehungsweise zu neutralisieren.

  • Mindestens 70 Prozent der Sodbrennen-Geplagten sind übergewichtig. Jedes Kilo mehr drückt auf den Magen, jedes Kilo weniger reduziert die Beschwerden.
  • Nach 18 Uhr nicht mehr zu üppig essen. Vorsicht mit Speisen, die lange im Magen verweilen wie Hülsenfrüchte oder Ölsardinen. Schokolade kurbelt die Säureproduktion an beziehungsweise verlängert die Magenverweildauer.
  • Kein Alkohol und keine Zigaretten.
  • Arbeiten in gebückter Haltung und schweres Heben erhöhen den Druck im Bauchraum. Dies gilt es zu vermeiden.
  • Mit erhöhtem Oberkörper schlafen. Aufwärts kann die Säure nicht fließen.
  • Wer nachts mit Sodbrennen aufwacht, sollte sich auf die linke Seite legen, um wieder einzuschlafen. "Rechtsschläfer" haben doppelt so häufig Sodbrennen wie "Linksschläfer".

 

Wie können Sie einer Gastritis und einem Magengeschwür vorbeugen?

Das Magenbakterium H. pylori gelangt zumeist bereits in der Kindheit in den Magen und wird von Mensch zu Mensch übertragen. In hiesigen Breitengraden wird der Keim vermutlich hauptsächlich von Mund-zu-Mund weitergegeben, beispielsweise wenn eine infizierte Mutter ihr Kind küsst. Eine Prophylaxe ist deshalb kaum möglich.

Die Gefahr, dass eine infizierte Person im Erwachsenenalter eine andere ansteckt, tendiert gegen Null. Das Immunsystem ist im Erwachsenenalter dagegen gefeit.

 

Wie können Sie einem Reizmagen vorbeugen?

Da über die auslösenden Faktoren noch wenig bekannt ist, lässt sich ein Reizmagen nicht vorbeugen.

Jedoch: Frauen macht ein Reizmagen zwei- bis dreimal häufiger Beschwerden als Männern. Wissenschaftler vermuten, dass sowohl Geschlechtshormone als auch ein anderer Umgang mit Körpersymptomen und Krankheit eine Rolle spielen. Auf der einen Seite haben Frauen während der Menstruation stärkere und belastendere Reizmagen-Beschwerden. Auf der anderen Seite ist es so, dass es überwiegend Frauen sind, die wegen ihren Beschwerden zum Arzt gehen, ungefähr im Verhältnis zwei bis drei zu eins zu Männern. Die Bereitschaft, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern. Eine Portion mehr Gelassenheit und regelmäßige Erholungsphasen können eventuell einem Reizmagen vorbeugen.

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Quelle: wolf

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Letzte Änderung: 11.01.2007