Welche Arzneimittel werden gegen Nierenkrankheiten eingesetzt?
Die Behandlung von Nierenerkrankungen erfolgt meist nur symptomatisch. Wichtig ist auch das Behandeln der Grunderkrankung bzw. das Absetzen nierenschädigender Medikamente, so weit dies möglich ist.
Harnwegsinfekte
Akute Harnwegsentzündungen werden mit
antibiotisch wirkenden Substanzen behandelt. Wichtig ist bei
dieser Behandlung vor allem, die vom Arzt empfohlene
Behandlungsdauer einzuhalten. Die Symptome der Harnwegsinfektion
verschwinden meist relativ rasch. Ziel der Behandlung mit
Antibiotika ist, alle Keime abzutöten. Hält man die
Behandlungsdauer nicht ein, überleben einige Keime die Behandlung
und können zu einer erneuten Infektion führen. Unter Umständen
kann sich auch eine Resistenz entwickeln. Das bedeutet, dass das
Arzneimittel keine abtötende Wirkung mehr auf den Keim hat.
Außerdem sollte reichlich getrunken werden.
Nierenbeckenentzündung
Bei einer Nierenbeckenentzündung sollte
durch den Arzt eine Bakterienkultur angelegt werden, um ein
geeignetes Antibiotikum zur Behandlung auszuwählen. Zusätzlich
können schmerzstillende und fiebersenkende Mittel notwendig sein.
Wichtig ist es auch hier, viel zu trinken.
Nierenentzündung
Zunächst wird die auslösende
Infektionskrankheit behandelt. Die Beschwerden an der Niere
werden zum Teil ähnlich wie eine Nierenbeckenentzündung behandelt
oder verschwinden nach Ausheilen der Infektionskrankheit von
selbst.
Nierengrieß und Nierensteine
Einige pflanzliche Präparate haben sich zum
Durchspülen der Nieren und Blase bewährt. Bei Nierengrieß und
Nierensteinen können solche Durchspülkuren ebenfalls Besserung
bringen. Typische Pflanzen, die meist als ethanolische Auszüge
aber auch als klassische Teemischungen zum Einsatz kommen, sind
beispielsweise:
-
Brennnesselkraut
-
Goldrutenkraut
-
Birkenblätter
Zur Behandlung von Nierensteinen werden
außerdem unter anderem folgende Wirkstoffe verwendet:
- Tiopronin
- Kalium-Natrium-Citrat und -Hydrogencitrat
-
Kombination einiger ätherischer Öle wie Pinen, Borneol, Camphen und Anethol
Niereninsuffizienz und begleitende Nierentherapie der
Dialyse
Bei Dialysepatienten oder Patienten mit
Niereninsuffizienz ist ein besonderes Problem, den Kalium-,
Natrium- und Phosphathaushalt im Gleichgewicht zu halten. Dafür
gibt es neben einer speziellen Diät die Möglichkeit, mit
Polysulfonsäure vor allem das Kalium aus dem Körper auszuleiten.
Es kann zusätzlich Methionin gegeben werden, um einer
Steinbildung vorzubeugen, da dialysepflichtige Patienten nur sehr
wenig trinken dürfen.
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