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Welche Nierenerkrankungen gibt es?
Harnwegsinfekte kommen häufig vor, andere Nierenerkrankungen wie Nierengrieß, Nierensteine sind seltener. Im schlimmsten Fall ist die Niere nicht mehr funktionsfähig, ein Nierenversagen ist eingetreten.
Harnwegsinfekte und Nierenbeckenentzündung
Blasenentzündungen und allgemeine
Harnwegsinfekte treten häufiger bei Frauen als bei Männern auf.
Eine akute Blasenentzündung wird meist durch Keime, die durch die
Harnröhre in die Blase gelangen, verursacht. Daneben gibt es
chronische Harnwegsinfekte, die unter Umständen Schäden am
Nierengewebe oder Nierenbeckenentzündungen hervorrufen
können.
Nierenentzündung (Nephritis)
Bei einer Entzündung der Niere sind vor
allem die Filtereinheiten, die Glomeruli, betroffen. Die
Entzündungen heilen bei einer akuten Erkrankung ohne bleibende
Schäden an den Nieren aus. Kritisch ist jedoch eine chronische
Entzündung der Filtereinheiten, da es dann zu bleibenden
Veränderungen an den Nieren kommen kann. Besonders kritisch ist
die Nierenentzündung im Anschluss an eine Scharlachinfektion,
selten auch nach Mittelohrentzündung oder bestimmten
Hauterkrankungen (Erysipel oder Impetigo). Hiervon sind meist
Kinder betroffen. Etwa 14 Tage nach der Infektionskrankheit
beginnt in diesen Fällen schleichend ein nephrotisches Syndrom.
Fast immer heilt die Erkrankung jedoch ohne bleibende Schäden
aus.
Eine Nierenentzündung ist eine häufige
Begleiterscheinung der rheumatischen Erkrankung Lupus
erythematodes. Viele der Betroffenen leiden unter Veränderungen
der Nieren mit teilweise chronischem Verlauf.
Nierengrieß und Nierensteine
Eine weit verbreitete Erkrankung der Nieren
sind Nierensteine. Man unterscheidet drei Arten von
Nierensteinen.
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Kalzium-Steine werden durch Störungen im
Kalziumhaushalt verursacht. Dies kann beispielsweise ein
vermehrter Knochenumbau oder eine Überdosierung von Vitamin D
sein.
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Magnesium-Ammonium-Phosphatsteine treten besonders
häufig nach Harnwegsinfektionen auf. Häufig bilden diese Steine
die Keimzellen für größere Steine, die sich dann durch Kalzium
bilden. Sie umhüllen den kleinen Magnesium-Ammonium-Phosphatstein
und vergleichbar einem Schneeball bauen sich die
Kalziumablagerungen schichtweise darauf auf.
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Uratsteine sind typisch für Gichtpatienten oder
Menschen mit einem sehr hohen Harnsäurespiegel. Weiterhin gibt es
noch eine seltene genetisch bedingte Form von Nierensteinen. Bei
diesen Patienten funktioniert der Stoffwechsel der Aminosäure
Zystin nicht richtig, es können sich Zystin-Steine bilden.
Niereninsuffizienz
Der immer weiter fortschreitende Untergang
von Nierengewebe führt zu einer Schrumpfniere mit Vernarbungen.
Die Leistungen der Niere werden zusehends geringer, man spricht
von der Niereninsuffizienz. Eine leichtere Niereninsuffizienz hat
keinen Einfluss auf die Gesundheit. Wenn die Leistung allerdings
weiter abnimmt und die Filtrationsrate der Nieren unter den Wert
von 20 Milliliter pro Minute fällt, muss mit Störungen des
Elektrolythaushaltes – vor allem Kalium und Natrium –
gerechnet werden. Es kann zu einer Übersäuerung des Körpers,
einer Azidose, kommen, die mit Konzentrationsstörungen und
Benommenheit einhergeht. Viele der Betroffenen leiden unter
massivem Juckreiz, was ein Hinweis auf die Vergiftung durch die
nicht mehr ausreichend ausgeschiedenen Abbauprodukten im
Organismus ist.
coma
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