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Welche Symptome haben Nierenerkrankungen?

Nierenerkrankungen machen sich auf verschiedene Weise und in verschiedener Intensität bemerkbar.

Harnwegsinfekte

Folgende Symptome können bei einer Blasenentzündung auftreten:

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Schmerzen nach dem Wasserlassen
  • Blutbeimengungen im Urin
  • Schmerzhafter Harndrang, obgleich nur geringe Mengen an Harn vorhanden sind
  • Häufiger nächtlicher Harndrang.
  • Fieber tritt im Allgemeinen nicht auf.

Nierenbeckenentzündung

Eine Nierenbeckenentzündung geht einher mit:

  • Hohem Fieber
  • Häufig blutigem Urin
  • Starken Schmerzen im Bereich der Nieren (Bereich des unteren Rippenbogens). Klopft der Arzt auf die Nieren, haben die Betroffenen heftige Schmerzen.
  • Viele klagen über massive Rückenschmerzen, zum Teil nur einseitig.

Im Allgemeinen geht der Nierenbeckenentzündung eine Blasenentzündung voraus.

Manchmal verläuft die Entzündung aber weitgehend symptomfrei. In einigen Fällen ist die Nierenbeckenentzündung schleichend und kann nur über eine veränderte Zusammensetzung des Harns festgestellt werden. Es treten dann weder Fieber noch Schmerzen auf. Dennoch ist das Nierenbecken entzündet. Mit der Zeit vernarbt das betroffene Nierengewebe und immer weitere Bereiche werden durch die Entzündung in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge kann eine so genannte Schrumpfniere und damit eine Niereninsuffizienz sein.

Nierenentzündung

Die Symptome der Nierenentzündung reichen von Blutbeimengungen im Harn über Eiweiß im Urin bis hin zu einem Nachlassen der Filtrationsleistung der Niere. Bei einigen Patienten werden die Symptome parallel beobachtet, bei anderen nacheinander.

Nierengrieß und Nierensteine

Als Folge von Nierensteinen können feinste Strukturen der Filtereinheiten in der Niere geschädigt werden. Die Schäden spiegeln sich in einer erhöhten Eiweißausscheidung über den Harn wider. Normalerweise werden Eiweiße nicht über den Harn ausgeschieden und von den Filtern in den Nieren zurückgehalten. Die Porengröße dieser Filtereinheiten ist normalerweise zu gering. Durch Nierensteine erhöht sich der Innendruck in den einzelnen Filtereinheiten und die winzigen Poren reißen auf. Deshalb kann Eiweiß im Urin auftauchen. Nierensteine verursachen Nierenkoliken mit sehr starken krampfartigen Schmerzen, Blut im Urin, Störungen des Harnabflusses oder häufige Harnwegsinfekte.

Niereninsuffizienz

Eine leichte Niereninsuffizienz bleibt meist unbemerkt und macht keine Beschwerden. Lediglich bei der Behandlung mit Medikamenten, die über die Niere ausgeschieden werden, muss durch den Arzt eine Anpassung der Dosis erfolgen.

Bei starker Beeinträchtigung der Nierenfunktion, wie sie bei der Niereinsuffizienz eintritt, bilden sich Ödeme, also Wassereinlagerungen im Körper an den Gelenken (Fuß, Hand), aber auch im Gesicht, zum Beispiel am Lid. Daneben verändern sich die Urin- und Blutwerte und es treten eine Reihe weiterer Symptome auf.

Durch Diabetes ausgelöste Veränderungen der Nieren

Bei einem schlecht eingestellten oder jahrelang nicht erkannten Diabetes kann es zu Veränderungen des Nierengewebes kommen. Dabei lassen sich Ablagerungen an den verschiedenen Filtereinheiten der Niere erkennen. Dadurch erhöht sich der Druck auf die verbliebenen Poren und es kommt zu Verlusten in der Filterleistung. Die Nieren werden durchgängig für Eiweißbestandteile und Zucker. Die Nierenfunktion nimmt zunehmend ab, und es kommt zu einer chronischen Niereninsuffizienz, einem massiven Verlust der Nierenleistungen. Im Spätstadium versagen die Nieren den Dienst komplett und die Betroffenen müssen sich regelmäßig einer Blutwäsche (Dialyse) unterziehen.

Diesen Nierenveränderungen wird durch einen gut eingestellten Blutzucker vorgebeugt.

Gichtniere

Auch ein erhöhter Harnsäurespiegel, wie er bei der Gichterkrankung zu beobachten ist, kann zu einer Niereninsuffizienz führen. Die Therapie beschränkt sich auf die Behandlung der Gicht bzw. das Absenken des Harnsäurespiegels.

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Letzte Änderung: 16.09.2003