Wie wird eine Toxoplasmose behandelt?
Eine Infektion mit Toxoplasma gondii wird mit Antibiotika behandelt. Art und Dauer der Therapie hängen von den Symptomen und der klinischen Situation Betroffener ab.
Menschen ohne Störungen des Immunsystems und nur mit Symptomen an den Lymphknoten müssen in der Regel nicht behandelt werden. Ausnahmen sind schwere Verlaufsformen und wenn weitere Organe betroffen sind. Behandelt werden müssen jedoch Schwangere sowie Neugeborene und Säuglinge, die sich während der Schwangerschaft durch die Mutter infiziert haben. Die Behandlung der akuten Toxoplasmose ist eine Kombinationstherapie:
Zum Einsatz kommt das Sulfonamid Sulfadiazin in Kombination mit Pyrimethamin. Beide Wirkstoffe verhindern die Vermehrung der Erreger. Da Pyrimethamin sich auf den Folsäurestoffwechsel und damit auf die Blutbildung auswirkt, wird als Vorsorge gegen diese Nebenwirkung noch Folinsäure gegeben. Pyrimethamin wird auch bei Malaria eingesetzt.
Die Kombination Sulfadiazin/Pyrimethamin darf jedoch nicht in der Frühschwangerschaft verordnet werden (bis Ende der 15. Woche). In dieser Zeit behandelt man in der Regel mit dem Antibiotikum Spiramycin.
Die Behandlung erfolgt über mehrere Wochen, möglicherweise auch bis zum Ende der Schwangerschaft. Eine Therapie der Schwangeren mit akuter Toxoplasmose kann eine Infektion des Neugeborenen nicht immer verhindern, die Gefahr jedoch verringern.
Säuglinge bei gesicherter und selbst bei wahrscheinlicher Infektion sollten daher unabhängig von einer vorausgegangenen Behandlung der Mutter mit der genannten Kombination therapiert werden. Die Behandlung kann bis zu einem Jahr dauern.
Was kann man sonst noch gegen Toxoplasmose tun?
Bisher nicht infizierte Schwangere sollten sich vor einer möglichen Infektion schützen. Dazu gehört es, keine rohes oder nicht vollständig durchgekochtes oder gebratenes Fleisch zu essen. Eine sichere Abtötung der Erreger ist möglich, wenn man das Fleisch auf mindestens 50 Grad über 20 Minuten lang erhitzt. Bei höheren Temperaturen verkürzt sich die Zeit.
Rohes Gemüse und Obst ist vor dem Verzehr zu waschen.
Schwangere sollten sich zudem nach dem Zubereiten von Fleisch, nach Garten-, Feld- oder anderen Erdarbeiten, nach dem Besuch von Sandspielplätzen und vor dem Essen mit Seife und Bürste die Hände waschen.
Katzen brauchen jedoch nicht aus der Umgebung der Schwangeren entfernt zu werden. Die Kotkästen sollten jedoch täglich von anderen Menschen mit heißem Wasser gereinigt werden. Die Katze ist nur mit Dosen- und/oder Trockenfutter zu ernähren.
jess
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