Was sind Flöhe, wie werden sie übertragen und woran erkennt man, dass man sie hat?
Flöhe sind neben Mücken und Läusen die bekanntesten, zeitweise auf dem Menschen lebenden Parasiten in unseren Breiten. Sie können vor allem im Umgang mit befallenen Haustieren zu einer Plage werden.
Flöhe sind flügellose bräunlich gefärbte Insekten mit einem festen elastischen Panzer. Man erkennt sie leicht an ihrer seitlich abgeflachten Form. Sie sehen aus, als wären sie "plattgedrückt". Die zwei bis vier Millimeter langen Tiere können bis zu 35 Zentimeter weit und 20 Zentimeter hoch springen. Da Flöhe an den Beinpaaren keine Haftpolster besitzen, sind sie auf glatter Fläche hilflos.
Es gibt mehr als 2000 Floharten, die auf verschiedene Wirte, hauptsächlich Säugetiere, spezialisiert sind. Sie ernähren sich vom Blut der Wirte. Außer dem Menschenfloh gibt es auch Hunde-, Katzen-, Ratten- und Hühnerflöhe.
Flöhe sind nicht sehr wirtsspezifisch. So können Tierflöhe zeitweise auch auf den Menschen übergehen. Sie verlassen ihn dann jedoch nach kurzer Zeit wieder, so dass es selten zu größeren Problemen kommt. Der typische Menschenfloh ist inzwischen fast ausgerottet ist. Dies liegt an der Trockenheit moderner Wohnungen und den verbesserten hygienischen Verhältnissen. Der im Wohnbereich des Menschen in gemäßigten Breitengraden am häufigsten anzutreffende Floh ist der Katzenfloh.
Flöhe legen ihre Eier wahllos in der Umgebung ihrer Wirte ab. Brutstätten für den Menschenfloh sind vor allem Staub und Kehrichtansammlungen, z. B. in Ritzen, Fugen oder Ecken. Flöhe können aber auch wochenlang hungern.
Die größten Plagezeiten sind Sommer und Herbst, weil sich Flöhe dann am besten entwickeln können. In bestimmten Gebieten der Welt haben Flöhe, genauer gesagt die Rattenflöhe, noch eine Bedeutung als Überträger der Pest.
Übertragung
Besonders häufig sind Menschen betroffen, deren Haustiere Flöhe haben. Die meisten Flöhe gelangen im Fell der Haustiere in die Wohnung. Aber auch aus Vogelnestern in Fensternähe, aus Lagern streunender Katzen oder Viehställen kann ein Befall ausgehen. Flöhe halten sich nur zur Blutmahlzeit auf den Tieren oder Menschen auf. Danach leben sie in Betten, Polstermöbeln, Vorhängen, Teppichen usw.
Symptome
Ein Floh ist beim Blutsaugen leicht zu stören, sticht aber an anderer Stelle rasch wieder. Weil Flöhe sich leicht irritieren lassen und Probestiche vornehmen, sind Flohstiche in einer Reihe liegend charakteristisch.
Wird man nicht zum ersten, sondern zum wiederholten Mal gestochen, jucken die vorher befallenen Stellen ebenfalls. Daher nehmen Betroffene häufig fälschlicherweise an, es mit mehreren Flöhen zu tun zu haben. Das Krabbeln der Flöhe auf der Haut und die oft vergebliche Suche nach ihnen kann deshalb schlaflose Nächte bereiten.
Flohstiche sind als kleine, dunkle, eventuell tagelang sichtbare Punkte auszumachen, die von einem Hof geröteter und geschwollener Haut umgeben sind. Die Rötung geht allgemein schnell zurück, während der Juckreiz tagelang anhält.
Wie bei anderen Insektenstichen auch können die körperlichen Reaktionen sehr unterschiedlich sein. Charakteristisch sind unter Umständen Blutflecken in der Unterwäsche und im Bettzeug.
jess
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