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Welche Medikamente helfen bei Schlafstörungen?

Als Schlafmittel werden synthetische und pflanzliche Arzneimittel eingesetzt.


Benzodiazepine

Bei Schlafstörungen werden meistens Benzodiazepine verordnet. Dabei wird unterschieden in schlaferzwingende und schlaferleichternde Wirkstoffe. Ein Teil der Benzodiazepine wirkt relativ kurzfristig (bis zu fünf Stunden), es gibt aber auch langwirkende mit einer Wirkungsdauer von über acht Stunden. Diese Substanzen verändern die physiologische Schlafstruktur. Sie verkürzen Einschlafzeit und die Zahl der nächtlichen Aufwachphasen und unterdrücken den REM- und  Tiefschlaf. Sie haben unter anderem folgende Nebenwirkungen: Schlafstörungen nach plötzlichem Absetzen, Toleranz mit Dosissteigerung und Abhängigkeit oder nächtliche Stürze durch Muskelrelaxationen. Wegen des Missbrauchspotentials sind alle Wirkstoffe verschreibungspflichtig. Zu den Wirkstoffen zählen beispielsweise:

  • Alprazolam
  • Bromazepam
  • Clobazam
  • Clonazepam
  • Clordiazepoxid
  • Diazepam
  • Dikaliumchlorazepat
  • Flunitrazepam
  • Flurazepam
  • Loprazolam
  • Lorazepam
  • Lormetazepam
  • Midazolam
  • Nitrazepam
  • Oxazepam
  • Parazepam
  • Temazepam
  • Triazolam

 

H1-Antihistaminika

Schlafmittel, die Diphenhydramin und Doxylamin enthalten, sind rezeptfrei erhältlich. Sie sollten nur bei mittelschweren, kurzfristigen Schlafstörungen eingesetzt werden.


Heilpflanzen

Auch einige Heilpflanzen haben eine beruhigende Wirkung, vor allem

  • Baldrianwurzel
  • Hopfendrüsenschuppen
  • Melissenblätter
  • Passionsblumenkraut

Daneben gibt es Kombinationspräparate, denen Johanniskraut, Kava-Kava-Wurzeln oder Lavendelblüten beigefügt wurde.


Weitere Schlafmittel

  • Chloralhydrat
  • Tryptophan
  • Zaleplon
  • Zolpidem
  • Zopiclon


Antidepressiva

Zu den sedierenden Antidepressiva gehören beispielsweise Amitriptylin, Doxepin und Trimipramin.


Neuroleptische Substanzen

Zur Schlafförderung werden auch neuroleptische Substanzen wie beispielsweise Promethazin, Thioridazin, Levomepromazin, Pipamperon und Melperon eingesetzt.

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Letzte Änderung: 15.01.2007