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Welche Ursachen haben Schlafstörungen?

Schlafstörungen können ein Symptom für andere körperliche und psychische Erkrankungen sein, aber auch durch verschiedene andere Faktoren ausgelöst werden bzw. damit einhergehen.

Körperliche Erkrankungen

  • Atmungsstörungen, chronische Bronchitis, Asthma
  • Hirnaktivitäten, die während des Schlafs anhalten und die nötige Schlaftiefe verhindern
  • Sodbrennen
  • Herz- und Lungenerkrankungen
  • Nieren-, Magen- und Darm-Erkrankungen
  • Erkrankungen des Hormonsystems
  • Infektionskrankheiten
  • Krebserkrankungen
  • Epilepsien
  • Parkinsonerkrankungen
  • alle Krankheiten, die mit akuten oder chronischen Schmerzen einhergehen wie beispielsweise Arthritis, Rheuma, Angina, Fibromyalgie (Muskel-Faser-Schmerz), Magengeschwüre, Rücken- und Kopfschmerzen

 

Psychologische Faktoren

  • Anfälligkeit für Schlafstörungen
  • Aufregung und Dauerstress im Beruf oder im Privatleben
  • starke Gefühle, wie Trauer, Wut, Ärger, Begeisterung
  • Angst und Sorgen, die mit schwerwiegenden Erkrankungen einhergehen
  • erlernte Schlafstörungen (Sorge und Ängste um Funktionstüchtigkeit am Tag; Fehlkonditionierung: Die Betroffenen assoziieren Bett und Schlafzimmer nicht mit Schlaf, sondern mit Schlafproblemen und Aktivitäten wie Fernsehen oder Essen.)
  • psychische Störungen wie Depressionen, Angstzustände, Demenz und Schizophrenie
  • Suchterkrankungen wie Alkoholismus
  • Die Betroffenen können weniger abschalten, neigen dazu, Probleme über zu bewerten, die Schuld für Konflikte bei sich zu sehen, können negative Gefühle nicht äußern, neigen zu Depressivität, Gehemmtheit und emotionaler Labilität.
  • Die Betroffenen grübeln viel und denken ständig über Schlaf, Schlafstörungen und ihre Konsequenzen nach, empfinden Probleme als unkontrollierbar, fühlen sich hilflos, überschätzen Folgen von Schlafstörungen, stehen unter Leistungsdruck, schlafen zu müssen.

Verhalten, Umwelteinflüsse, Lebensstil

  • Stimulantien (koffeinhaltige Getränke, Nikotin, Drogen, Medikamente, Pharmaka)
  • Alkohol
  • unregelmäßiger Schlafrhythmus (Schichtarbeit und berufliche Tätigkeiten, die am Wochenende länger als unter der Woche bzw. abends und nachts länger als tagsüber ausgeübt werden)
  • Untätigkeit, zu wenig Bewegung (sehr ruhige, zurückgezogene, inaktive Lebensführung)
  • Missbrauch von Schlafmitteln
  • Lärm
  • Helligkeit
  • nächtliches Essen und Trinken
  • Reisen (Zeitzonenwechsel, Jet Lag)
  • individuelle Schlafbedürfnisse ("Kurzschläfer", "Langschläfer")
  • Schlafverhalten des Lebenspartners, der Familie oder anderen Mitbewohnern (lautes Schnarchen, auffällig unruhiger Schlaf, nächtliche Aktivitäten)
  • Menstruation
  • Schwangerschaft
  • Menopause
  • falsche Informationen über Schlaf

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Letzte Änderung: 27.08.2003