Wie ansteckend ist Tuberkulose?
Tuberkulose wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Sie ist aber weniger infektiös als andere Infektionskrankheiten. Infizierte Menschen geben Bakterien nur im Zustand der 'offenen Tuberkulose' ab.
Für die Behandlung und Unterbringung von
Patienten im ansteckenden Zustand gelten besondere Vorschriften.
Sie müssen sich im Krankenhaus auf isolierten Stationen
aufhalten.
Nicht jeder, der die Bakterien aufgenommen
hat, leidet auch wirklich an Symptomen der Krankheit. Nur bei 10
Prozent der Infizierten entwickelt sich eine chronisch
verlaufende Tuberkulose.
Unter Tröpfcheninfektion versteht man die
Ansteckung durch Einatmen infizierter Tröpfchen. Speichel und
Hustenauswurf schwer erkrankter Tuberkulose-Patienten enthalten
die Bakterien und gelangen in Form feiner Tröpfchen beim
in die Raumluft. Die Tröpfchen mit den
Bakterien bleiben einige Stunden lang ansteckend.
Patienten mit "offene
Tuberkulose" können ihre Umwelt schützen, indem sie beim
Husten und Niesen stets ein frisches Papiertaschentuch vor Mund
und Nase halten und beim Sprechen nicht zu nahe an ihren
Gesprächspartner herangehen. Nach Möglichkeit sollten sie alleine
in einem gut gelüfteten Raum schlafen.
Besonders gefährdet für eine
Tuberkuloseinfektion sind Menschen, deren Abwehrkräfte geschwächt
sind. Da dazu auch HIV-Patienten zählen, ist Tuberkulose an die
Ausbreitung von AIDS gekoppelt und tritt in den letzten Jahren
besonders in den Entwicklungsländern wieder sehr viel häufiger
auf.
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Die Abwehrkräfte sind geschwächt bei
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Säuglingen und Kleinkindern
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Alkoholikern und Drogenabhängigen
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Obdachlosen
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Menschen, die stark unter Stress stehen
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Alten Menschen
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Diabetikern
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HIV-Infizierten und AIDS-Kranken
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Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die die
Krankheitsabwehr schwächen
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Unterernährten Menschen, die auf beengtem Raum unter
schlechten hygienischen Bedingungen zusammen leben.
Besonders in Afrika, Südostasien und
Kriegsgebieten ist die Tuberkulose zurzeit auf dem Vormarsch.
Auch in Osteuropa ist Tuberkulose häufiger als bei uns. Seit der
Öffnung des Ostens besteht die Gefahr, dass durch Reisende die
Krankheit vermehrt nach Mitteleuropa eingeschleppt wird.
Weltweit trägt rund die Hälfte der
HIV-Infizierten Tuberkulose-Bakterien in sich. Daher sollten sich
HIV-Positive und AIDS-Kranke alle sechs Monate auf Tuberkulose
untersuchen lassen, auch wenn sie keine Beschwerden haben.
Menschen, die viel mit Tuberkulose-Kranken
oder gefährdeten Personen zusammen sind, sollten auf
ausreichenden Schutz gegen Tuberkulose achten (siehe "Kann
man sich gegen Tuberkulose impfen lassen?").
tsm
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