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Allgemeine Informationen über Arzneimittel im Straßenverkehr

Im Gegensatz zu Alkohol, ist die Wirkung von Arzneimitteln von Fall zu Fall unterschiedlich zu beurteilen. Es lassen sich bei Arzneimitteln keine Grenzwerte wie die Promillegrenze bei Alkohol festlegen.


Ob ein Medikament die Verkehrstüchtigkeit beeinflusst, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wichtig ist zum Beispiel, wie der Körper das Präparat aufnimmt. Wichtig sind dabei unter anderem

  • Alter
  • Geschlecht
  • Körperbau
  • Gewicht
  • Grunderkrankung
  • Dosierung und Einnahme weiterer Medikamente.

Manche Präparate schränken die Fahrtüchtig­keit nur kurz nach der Einnahme ein, andere wiederum über einen längeren Zeitraum.


Ihr Apotheker rät:

  • Als Straßenverkehrsteilnehmer fragen Sie in der Apotheke immer nach dem verkehrssichersten Medikament. Wählen Sie verkehrssichere Alternativpräparate
  • Auch rezeptfreie Medikamente können die Verkehrstüchtigkeit beeinflussen.
  • Wenn Sie Medikamente einnehmen und nicht sicher sind, ob Sie im Straßenverkehr noch optimal reagieren können, sollten Sie die Hände vom Lenkrad lassen.
  • Lesen Sie sorgfältig die Packungsbeilage und halten Sie sich an die vorgeschriebene Einnahmedosis.
  • Beobachten Sie sich selbst.
  • Ob andauernde Müdigkeit oder Aggressivität - sobald Sie anders als gewohnt reagieren, können Arzneistoffe die Ursache sein. In diesem Fall: Hände weg vom Lenk­rad.
  • Da es bei Medikamenten keinen Grenzwert wie bei Alkohol gibt, ist es wichtig, dass Sie sich gut informieren.
  • Verzichten Sie unbe­dingt auf Alkohol, wenn Sie Medikamente einnehmen. Alkohol kann - auch in gerin­gen Mengen - die Wirkungen oder Nebenwirkungen der Arzneimittel, die die Verkehrs­tüchtigkeit einschränken, er­heblich verstärken.
  • Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke sind keine Lösung um wach zu bleiben. Sie können nach kurzem Muntermachen die ermüdende Wirkung verstärken.
  • Arzneimittel beeinflussen sich in ihrer Wirkung auch untereinander.
  • Falls Sie dauerhaft ein bestimmtes Präparat einnehmen - beispielswei­se zur Blutverdünnung oder gegen Bluthochdruck -informieren Sie Ihren Apotheker darüber, wenn Sie ein rezeptfreies Medikament kaufen.
  • Wenn Sie bei verschiedenen Ärzten in Behandlung sind, sagen Sie jedem, welche Arzneimittel Sie einnehmen.
  • Zu Beginn einer Behandlung oder bei sehr hoher Dosierung. ist besondere Vorsicht geboten. Der Körper muss sich erst an das Arznei­mittel gewöhnen.
  • Wenn es zum Unfall kommt, sind Sie der Leidtragende. Denn wenn nachzuweisen ist, dass die Einnahme Medikamenten zum Unfall geführt, erlischt der Versicherungsschutz.
  • Auch Bußgeld, Fahrverbot und schlimmstenfalls sogar Freiheitsstrafen können Folge sein.
  • Im Zweifel sollten Sie das Auto stehen lassen.

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Letzte Änderung: 15.01.2007