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Mittel gegen Schmerzen kompakt

Schmerzen können als Warnsignale des Körpers aufgefasst werden. Sie schützen ihn vor schädlichen Einflüssen von innen und außen. Deshalb sind ihre Ursachen und ihre Behandlung sehr vielfältig.

Wie Schmerzen empfunden werden, ist individuell sehr unterschiedlich. Schmerzen lassen sich deshalb nicht in Maßeinheiten beschreiben. Außerdem hängt die Schmerz­empfindlichkeit von einer Reihe von Fakto­ren ab.

  • In Stresssituationen werden zum Beispiel Schmerzen besser ertragen als in Phasen, in denen sich alle Aufmerksamkeit auf die Schmerzen richtet.
  • Schmerzen unter­liegen auch einem individuellen Biorhyth­mus. Am Abend und in der Nacht ist die Schmerzempfindlichkeit höher als während des Tages.

Unterschieden wird zwischen zwei Schmerzarten: Erstschmerz, auch heller Schmerz bezeichnet, und Zweitschmerz, dem sogenannten dunklen oder dumpfen Schmerz.

  • Dem Erstschmerz begegnet man als Sofortschmerz bei Verletzungen. Er wird mit hoher Geschwindigkeit von 20 Meter pro Sekunde zum Gehirn geleitet, das der Peri­pherie, beispielsweise der Hand auf der heißen Küchenplatte, den sofortigen Befehl erteilt, die Hand zurückzuziehen.
  • Kommt es bei Verletzungen nicht zum Erstschmerz beobachtet man den Zweitschmerz. Er ge­langt mit zwei Metern pro Sekunde viel langsamer zum Gehirn und damit in unser Bewusstsein.
  • Im Unterschied zu dem Erst­schmerz ist er allerdings beständiger und bleibt als dumpfer Schmerz über längere Zeit bestehen.

 

Kopfschmerz - ein Volksleiden

Der Kopfschmerz spielt sicherlich im alltäg­lichen Leben eine besondere Rolle. Er kann vielfältige Ursachen haben. Am häufigsten ist der alkoholbedingte Kopfschmerz. Aber auch Arzneimittel können Kopfschmerzen verursachen.

Für die Behandlung von Schmerzen ist es wichtig, zunächst nach der Ursache zu suchen. Kann diese ausgeschaltet werden, erübrigt sich meist die Schmerzbehandlung. Der kritiklose Griff zum Schmerzmittel ist falsch. Ist die Schmerzbehandlung unab­dingbar, stehen eine Reihe von Arzneimit­teln zu Verfügung.

Für die Selbstbehandlung "leichter" Schmerzen oder Kopfschmerzen haben sich Arzneimittel mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibupro­fen bewährt.

Beachtet werden sollte aber, dass diese Mittel nicht langfristig eingenom­men werden dürfen, da sie unter anderem Nebenwirkungen auf die Nierenfunktion haben.

Außerdem gibt es Krankheiten, bei denen diese Schmerzmittel nicht eingenom­men werden sollten. Zum Beispiel darf Acetylsalicylsäure nicht bei Magenge­schwüren angewandt werden.

Für jeden Schmerz das richtige Mittel

Besonders starke Schmerzen, zum Beispiel bei Krebserkrankungen, werden mit opium­verwandten Mitteln wie Codein, Morphin oder ähnlichen Substanzen behandelt. Werden sie entsprechend der ärztlichen Anweisungen eingenommen, geben sie dem Krebspatienten durch Unterdrückung der Schmerzen eine gewisse Lebensqualität wieder.

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Quelle: Hartmut Morck: Arzneimittel verstehen GOVI-Verlag GmbH

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Letzte Änderung: 27.08.2003