Mittel gegen Schmerzen kompakt
Schmerzen können als Warnsignale des Körpers aufgefasst werden. Sie schützen ihn vor schädlichen Einflüssen von innen und außen. Deshalb sind ihre Ursachen und ihre Behandlung sehr vielfältig.
Wie Schmerzen empfunden werden, ist
individuell sehr unterschiedlich. Schmerzen lassen sich deshalb
nicht in Maßeinheiten beschreiben. Außerdem hängt die
Schmerzempfindlichkeit von einer Reihe von Faktoren ab.
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In Stresssituationen werden zum Beispiel Schmerzen
besser ertragen als in Phasen, in denen sich alle Aufmerksamkeit
auf die Schmerzen richtet.
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Schmerzen unterliegen auch einem individuellen
Biorhythmus. Am Abend und in der Nacht ist die
Schmerzempfindlichkeit höher als während des Tages.
Unterschieden wird zwischen zwei
Schmerzarten: Erstschmerz, auch heller Schmerz bezeichnet, und
Zweitschmerz, dem sogenannten dunklen oder dumpfen Schmerz.
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Dem Erstschmerz begegnet man als Sofortschmerz bei
Verletzungen. Er wird mit hoher Geschwindigkeit von 20 Meter pro
Sekunde zum Gehirn geleitet, das der Peripherie, beispielsweise
der Hand auf der heißen Küchenplatte, den sofortigen Befehl
erteilt, die Hand zurückzuziehen.
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Kommt es bei Verletzungen nicht zum Erstschmerz
beobachtet man den Zweitschmerz. Er gelangt mit zwei Metern pro
Sekunde viel langsamer zum Gehirn und damit in unser
Bewusstsein.
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Im Unterschied zu dem Erstschmerz ist er allerdings
beständiger und bleibt als dumpfer Schmerz über längere Zeit
bestehen.
Kopfschmerz - ein Volksleiden
Der Kopfschmerz spielt sicherlich im
alltäglichen Leben eine besondere Rolle. Er kann vielfältige
Ursachen haben. Am häufigsten ist der alkoholbedingte
Kopfschmerz. Aber auch Arzneimittel können Kopfschmerzen
verursachen.
Für die Behandlung von Schmerzen ist es
wichtig, zunächst nach der Ursache zu suchen. Kann diese
ausgeschaltet werden, erübrigt sich meist die Schmerzbehandlung.
Der kritiklose Griff zum Schmerzmittel ist falsch. Ist die
Schmerzbehandlung unabdingbar, stehen eine Reihe von
Arzneimitteln zu Verfügung.
Für die Selbstbehandlung
"leichter" Schmerzen oder Kopfschmerzen haben sich
Arzneimittel mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Paracetamol
oder Ibuprofen bewährt.
Beachtet werden sollte aber, dass diese
Mittel nicht langfristig eingenommen werden dürfen, da sie unter
anderem Nebenwirkungen auf die Nierenfunktion haben.
Außerdem gibt es Krankheiten, bei denen
diese Schmerzmittel nicht eingenommen werden sollten. Zum
Beispiel darf Acetylsalicylsäure nicht bei Magengeschwüren
angewandt werden.
Für jeden Schmerz das richtige Mittel
Besonders starke Schmerzen, zum Beispiel bei
Krebserkrankungen, werden mit opiumverwandten Mitteln wie
Codein, Morphin oder ähnlichen Substanzen behandelt. Werden sie
entsprechend der ärztlichen Anweisungen eingenommen, geben sie
dem Krebspatienten durch Unterdrückung der Schmerzen eine gewisse
Lebensqualität wieder.
Quelle: Hartmut Morck: Arzneimittel verstehen GOVI-Verlag GmbH
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