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Mittel gegen Migräne kompakt

Bei der leichteren Migräne haben sich Schmerzmittel wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure bewährt.

Die Ursachen einer Migräne sind noch immer nicht endgültig geklärt. Damit eine Migräne ausgelöst wird, müssen mehrere Faktoren zusammenkommen. Sicher ist, dass eine familiäre Veranlagung vorhanden sein muss. Außerdem spielen offensichtlich hor­monelle Faktoren eine Rolle. Das erklärt, warum Frauen häufiger betroffen sind als Män­ner.

Die charakteristischen Zeichen einer Mi­gräne sind:

  • Anfallsweise meist halbseitiger Kopfschmerz, der zwischen vier bis 72 Stunden anhält,
  • meist gleichzeitig Übelkeit und Er­brechen
  • Licht- und Lärmempfindlichkeit.
  • Bei zehn Prozent der Be­troffenen geht der Schmerzphase eine sogenannte Aura voraus, das heißt der Migräne-Patient hat Blickfeldeinschränkungen und sieht häufig bizarre blitzähnliche optische Erscheinungen.

Die Behandlung baut auf den bisherigen Kenntnissen auf, indem durch Ergotamin oder Wirkstoffe aus der Klasse der Triptane die Gefäße im Schädelbe­reich wieder verengt werden. Gleichzeitig müssen Mittel gegen die Übelkeit gegeben werden.

Bei der leichteren Migräne haben sich Schmerzmittel wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure bewährt. Zur Prophy­laxe werden Calciumantagonisten und Beta-­Rezeptorenblocker empfohlen, obwohl man den genauen Mechanismus der Migränepro­phylaxe mit diesen Mitteln noch nicht er­klären kann.

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Quelle: Hartmut Morck: Arzneimittel verstehen GOVI-Verlag GmbH

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Letzte Änderung: 27.08.2003