Magenmittel kompakt
Oft heilen die Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre von selbst wieder ab. Eine spezielle Diät für den Magenkranken gibt es nicht.
Die häufigsten Magenbeschwerden sind
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Sodbrennen
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Aufstoßen
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Völlegefühl
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Übelkeit
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Brechreiz
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Magenkrämpfe
Etwa zehn Prozent der Bevölkerung erkranken
im Lauf ihres Lebens an einem Magen- oder
Zwölffingerdarm-Geschwür. Hierbei verdaut sich der Magen
sozusagen selbst.
Eine hohe Säurekonzentration im Magensaft
fördert die Entstehung des Magengeschwürs. Die Ursachen eines
Geschwürs oder einer Gastritis, also einer
Magenschleimhautentzündung können vielfältig sein.
Es gibt Nahrungsmittel, die die
Magenschleimhaut reizen und die Säuresekretion fördern, wie die
klassischen Säurelocker Kaffee und Alkohol. Es gibt aber auch
Arzneimittel, wie die Acetylsalicylsäure und andere
Antirheumatika, die in den Schutzmechanismus der Magenschleimhaut
negativ eingreifen und Magenulzera fördern können. Schließlich
kann die Durchblutung der Magenschleimhaut gestört sein.
Außerdem werden weitere Mechanismen diskutiert, wie Rücklauf von
Gallensaft in den Magen oder neuerdings auch zu wenig
Säuresekretion in das Mageninnere.
Trotzdem kann eine
medikamentöse Behandlung die Abheilung unterstützen, die
begleitenden Beschwerden lindern und eine mögliche Operation
verhindern. Jeder soll das essen, was ihm bekommt, und das nicht
essen, was die Magenbeschwerden auslöst. Auf jeden Fall ist es
ratsam, häufig kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen.
Antazida und
H2-Antagonisten
Für die medikamentöse Behandlung der
Magenbeschwerden stehen in erster Linie Mittel zur Säurebindung
zur Verfügung, sogenannte Antazida und Medikamente die die
Säuresekretion im Magen vermindern, wie die H2-Antagonisten.
Daneben müssen noch Sucralfat, die Bismutsalze, Pirenzepin und
Protonenpumpenblocker genannt werden.
Hauptbestandteile der heute üblichen
Antazida, die in der Lage sind, die Magensäure zu neutralisieren,
sind Aluminium-, Magnesium- und Calciumsalze, auch als Doppel-
oder Schichtgittersalze wie Magaldrat und Hydrotalcit im
Handel.
Wichtig für die Einnahme ist, dass Antazida
nicht mit der Nahrung, sondern mindestens eine Stunde nach der
Mahlzeit eingenommen werden. Da Antazida gegenüber anderen
Stoffen häufig Adsorptionseigenschaften entwickeln, sollten
keinen anderen Arzneimittel gleichzeitig mit Antazida eingenommen
werden.
Die bereits erwähnten H2-Antagonisten hemmen
wie die Mittel gegen AlIergien den Botenstoff Histamin. Sie
vermindern die histaminvermittelte Produktion der Magensäure,
indem sie die sogenannten Rezeptoren (H2-Rezeptoren) blockieren.
Histamin kann dadurch nicht mehr über diese Steuerstellen die
Produktion der Salzsäure in den MagenschleimhautzeIlen fördern.
Über die Verminderung der Magensäure wird die Heilung der
Geschwüre beschleunigt.
Säureblocker
Im Gegensatz zu den H2-Antagonisten
blockieren die sogenannten Protonenpumpenblocker hundertprozentig
die Ausschleusung der Salzsäure in den Magen, indem die das
Ausschleusungssystem, die Protonenpumpe der
Magenschleimhautzellen, irreversibel schädigen.
Helicobacter pylori
Der Grund für die Verwendung bei Magen- und
Darmgeschwüren besteht darin, dass für die Entstehung der
Geschwüre auch das Bakterium "Helicobacter pylori"
verantwortlich gemacht wird, denn bei den meisten Patienten mit
Geschwüren konnte dieser Keim vermehrt in der Magenwand
nachgewiesen werden. Bei Beseitigung des Bakterium war die
RückfalIquote bedeutend geringer.
Quelle: Hartmut Morck: Arzneimittel verstehen GOVI-Verlag GmbH
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