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Mittel zur Blutdrucksenkung kompakt
Bluthochdruck ist eine stumm tickende Zeitbombe. Durch Arzneimittel kann man sie entschärfen.
Unter dem Blutdruck versteht man den Druck
des pulsierenden Blutes in den Arterien. Er ist abhängig von
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der Pumpleistung des Herzens,
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vom Schlagvolumen und der Schlagfrequenz, beide
ebenfalls von der Herzleistung vorgegeben
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von der Elastizität beziehungsweise der Weite der
Gefäße.
Der obere Wert, der sogenannte systolische
Druck ist der maximale Druck, der vom pulsierenden Blut erreicht
wird, der untere Wert, der sogenannte diastolische Druck, der
minimale Druck. Es besteht Einigkeit darin, dass ein Blutdruck
von mehr als 140 Millimeter Quecksilbersäule systolisch und 90 mm
Hg diastolisch als erhöht gilt. Bevor allerdings bei diesen
Werten eine medikamentöse Therapie eingeleitet wird, sollten
nichtmedikamentöse Maßnahmen, wie verminderter Salzkonsum, mehr
Bewegung, Abbau von Übergewicht, durchgeführt werden.
Entwässernde Medikamente
Zur Blutdrucksenkung stehen eine Reihe von
Arzneimitteln zur Verfügung. Die wohl älteste Gruppe sind die
Entwässerungsmittel , die sogenannten Diuretika, die über die
Ausschwemmung von Ödemen, die aufgrund verminderter Herzleistung
entstehen, den Blutdruck senken.
Beta-Blocker
Die zweite neben den Diuretika wohl am
besten untersuchte Arzneistoffgruppe sind die
Beta-Rezeptorenblocker, die über die Blockierung der sogenannten
Beta1-Rezeptoren an den Gefäßen und am Herz die Pulsfrequenz und
die Herzleistung vermindern und damit den Blutdruck senken. Sie
werden auch gegen Angina pectoris und zur Vorbeugung eines
zweiten Herzinfarktes und bei kurzfristigen Stresssituationen,
die eine Herzbelastung darstellen können, eingesetzt. Häufig
werden die Beta-Blocker mit den Diuretika zur Behandlung des
erhöhten Blutdruckes miteinander kombiniert.
Calciumkanalblocker
Eine dritte Gruppe stellen die
Calciumkanalblocker oder Calciumantagonisten dar. Sie vermindern
die Verfügbarkeit des Calciums für die Zelle und schwächen damit
die Kontraktionskraft der Herzmuskulatur und der glatten
Muskulatur der Gefäße.
ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Hemmer
Die vierte Gruppe der Substanzen, die von
der Liga als Mittel der ersten Wahl bei Bluthochdruck empfohlen
werden, sind die sogenannten ACE-Hemmer. Diese Mittel wirken
durch die Hemmung eines Enzyms, des Angiotensin Converting Enzyme
(ACE). Dieses Enzym ist verantwortlich für die Bildung des
Angiotensin II, einem Stoff, der in der Lage ist, die Blutgefäße
eng zu stellen, was eine Blutdruckerhöhung zur Folge haben würde.
ACE-Hemmer verhindern die Bildung des Angiotensin II und senken
damit den Blutdruck. Ebenfalls am Angiotensin II greifen die
Angiotensin-II-Hemmer an.
Blutdrucksenker mit Wirkung im Gehirn
Neben diesen Stoffen, die primär in der
Peripherie ihre Angriffspunkte haben, werden auch Stoffe,
allerdings als Mittel der zweiten Wahl, eingesetzt, die über eine
Wirkung im Zentralnervensystem den Blutdruck senken, indem sie
bestimmte Überträgerstoffe beziehungsweise zentrale Rezeptoren im
Gehirn beeinflussen.
Quelle: Hartmut Morck: Arzneimittel verstehen GOVI-Verlag GmbH
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